The Roots (Albumstream)

The Roots, die Dreizehnte. Für ihr neues Album »undun«, das am 6. Dezember erscheint, schwelgen Questlove, Black Thought & Co. in tiefsinnigen Territorien. Wie wir bereits berichteten, wagt sich die Legendary Roots Crew für ihren aktuellen Tonträger an ein ambitioniertes Konzept. »undun« soll die Geschichte des fiktiven Charakters Redford Stephens erzählen – ein wohlmeinender Average Joe, der sich in einem Spinnennetz des Verbrechens verfängt und daran zugrunde geht. Konzeptalben dieser Art können gründlich in die Hose gehen. Wie schafft man es, eine solche Geschichte interessant, musikalisch einladend und nicht unnötig plakativ zu erzählen? The Roots zeigen, wie es geht. Gemeinsam mit unseren Freunden von tape.tv präsentieren wir euch hier den kompletten Albumstream von »undun«:

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Tracklist:

1. The Un
2. Sleep
3. Make My feat. Big K.R.I.T.
4. One Time feat. Phonte & Dice Raw
5. Kool On feat. P.O.R.N.
6. The Other Side
7. Stomp feat. P.O.R.N.
8. Lighthouse
9. I Remember
10. Tip The Scale
11. Redford (For Yia Yia & Pappou)
12. Possibility
13. Will To Power
14. Finality

Drummer Questlove beschrieb jüngst die Roots’sche Erfolgsformel für das Album als »Tarantino-esk«. An Stelle einer simplen chronologischen Abfolge von Ereignissen entfaltet sich das Schicksal des Redford Stephens in abstrakter Kollagen-Form. Wir erfahren auf »Sleep« zunächst vom tragischen Ende des Protagonisten, wie er von »man« zu »memory« wird. Wie einen Unfall will er es aussehen lassen, seine letzten Gedanken gelten seiner Familie. Auf »Make My« kommt die selbstmörderische Verzweiflung zum Ausdruck, die Redford zu seinem Entschluss getrieben hat. Die nächsten Songs lassen einige Lichtblicke aufblitzen, die aber nach Vorwegnahme des Schlusses umso tragischer wirken. So zum Beispiel auf der Soul/Funk-Nummer »Kool On«, die in einem anderen Kontext durchaus als Feel-Good-Hymne aufgefasst werden könnte. Die tragische Ambivalenz kulminiert anschließend auf der von Bilal gesungenen Hook für »The Other Side«. »Don’t worry ‚bout what you ain’t got/Leave with a little bit of dignity«. Die »other side« symbolisiert in diesem Fall die (geplatzten) Träume des Redford Stephens. Trotz der verkopften Herangehensweise ist »undun« ein weiteres Roots-Album, das sich problemlos von vorne bis hinten durchhören lässt – wie auch nicht anders zu erwarten bei der zuverlässigsten aller HipHop-Bands und dem möglicherweise beständig stärksten MC im Game.

Die Videos/Kurzfilme, die die Band für »undun« gedreht hat, findet ihr hier noch einmal auf einen Schlag:

The Roots • Tip The Scale from Jumiro Quai on Vimeo.

(ao)

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