Scarface x Nas x DJ Premier

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»This shit special!« – Recht hat er, der DJ Khaled, auch wenn er aus künstlerischer Sicht zum schlicht betitelten »HipHop« mal wieder gar nichts beigetragen hat. Dennoch: der Track ist soundtechnisch wie auch lyrisch eine Macht und wird auf seinem Album »Kiss The Ring« landen. So viel zum Unwesentlichen. Viel wichtiger: Scarface rappt, Nas rappt und Premo cuttet über dieses böse, eigentlich relativ simple, aber umso effektvollere J.U.S.T.I.C.E.-League-Monstrum. Achtung: manch einem bleibt eventuell der Atem weg.

Geto-Boy-Urgestein ‚Face hat Rap gefickt und die Frau von seinem Vater. Wer will dem Mann mit diesem unwiderstehlichen Organ widersprechen. Er hat schon alles gesehen: »Hip Hop heartbreaks, straight-laced, deep bass, 808s plus the mixtapes«. Erkenntnis: Shady Business. Stell dir vor du kümmerst dich aufopfernd um deine Herzensdame und kurz nach der Fußmassage geht sie fremd. Irgendwann hat man halt mal genug davon und bereut diesen Scheißtag, an dem man sie kennen gelernt hat. Die alte »I used to love H.E.R.«-Rhetorik. So verbittert sich das anhören mag ist es aber nicht.

Ein paar Tränen die sie ihr hinterherweinen, mehr können sie ihr nicht geben. Und da »God’s Son« die gesamte Kultur schonmal zu Grabe getragen hat, kann er es auch ein zweites Mal tun. Wobei es hier viel mehr um eine persönliche Abrechnung mit der Alten geht. Überhaupt, was soll das denn alles noch. Die Frau ist weg, das Finazamt macht Faxen und die ganzen Kodein-Rapper sind einfach nicht dope. Die ganzen Bilder und Metaphern aus Nas‘ unfassbarem Verse zu beschreiben grenzt an Unmöglichkeit. »She menstruates weekly, her Vibe covers keep you warm/But the Source to her heart is love, word up, right on« – die Line alleine zerstört ganze Karrieren. Nicht vergessen Nas: »Life is good«. Und so schlimm war sie auch wieder nicht. Immerhin brachte sie ihm Bentleys und Breitling-Uhren ein und ließ ihn die ganze Welt sehen. Trotzdem ist er durch mit ihr: »Wasn’t trying to claim her to myself, she’s yours/You can have her she’s a muthafucking whore«

So sieht das dann aus, wenn ein Instant-Classic entsteht. Am Besten: Jadakiss‘-Dubstep-Gesicht, wenn er »HipHop« zu ersten Mal hört.

(cs)