Pusha T x Exodus 23:1

»Ha ha ha ha ha, check out this bizarre. Rapper style used by me, the B.I.G…« Legendäre Zeilen aus Biggies All-Time-Classic »What’s Beef«. Die Belustigung über künstlich aufgebauschte Reibereien innerhalb der Szene verwendet BK-Producer Rico Beats als Vocal-Sample für Pusha Ts Solo-Song auf der kommenden G.O.O.D. Music Compilation »Cruel Summer«.

Während Kanye mit seinem wohlgeformten Techtelmechtel über den roten Teppich in Cannes stolziert und den Filmkritikern seinen gleichnamigen Kurzfilm präsentiert, schickt sein Zögling Pusha vom Kinositz aus diesen Song ins Rennen.

Und wie es Biggies Lachen bereits vorgibt, geht es um Beef. Um Beef, der es eigentlich nicht Wert ist. Genauso wie in den letzten Pusha T-Songs, da es sich bei den Kontrahenten um Schwächlinge handelt. Denn niemand ist so Gangsta und kennt so viele Mörder wie Biggie es damals tat oder Pusha es heute tut. Doch um wen geht es? In »Sweet« und dem »Dreams Money Can’t Buy«-Freestyle ließen die mehr oder weniger spitzfindigen und subtilen Hinweise schnell darauf schließen, dass Drake der Adressat sei.

Nun »Exodus 23:1«. Rapper, die sich hinter einer Schar von stabilen Bodybuildern verstecken und den bösen Bengel markieren. Pusha verabscheut solch ein Verhalten und regt sich zu Beginn darüber auf. Ein Vorwurf, den er des öfteren Drizzy entgegengeschleudert hat. Dann die Versklavung durch Knebelverträge. »You signed to one nigga that signed to another nigga that’s signed to three niggas. Now that’s bad luck.« Drake ist bei Weezy gesignet, Weezy bei Baby und Baby bei Universal. Mag sein, aber gut Essen und ohne Schufa-Eintrag riesige Wohnungen kaufen, tun die wohl alle. »You can’t live out your dream« könnte ebenfalls eine Anspielung auf Drakes »DMCB« sein. Doch die Erwähnung von Jeremy Scott, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, schon gar nicht ein 3 Millionen Dollar-Vorschuss und andere Kleinigkeiten, könnten auch A$AP Rocky als möglichen Gegner enttarnen. Wobei mit der »Jeremy Scott-Camouflage-Waffen-Flügel-Abschneiden«-Line auch die Adidas-Collabo des Mode-Designers gemeint sein könnte, was wiederum auf Drakes beliebte »Cut My Wings«-Lines anspielen könnte.

Wir mögen ja Rätsel sehr gerne und Pusha T-Fans sind wir ohnehin seit jeher…aber A$AP? Unwahrscheinlich. Und schon wieder Drake? Warum? Der tut doch niemandem weh. Muss man wohl nicht verstehen. Auf Twitter hüllte sich Pusha wie immer in Schweigen und zitierte The-Dream, der für diesen Tune die dezente Hook »Them niggas ain’t dying for you« spendierte.

EDIT:

Lil Wayne scheint den Track nicht sonderlich zu mögen:

Edit 2:

Jetzt auch mit Video. Eine ganz finstere Angelegenheit in Virginia:

(nn)

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