Presseschau: Die interessantesten Stimmen zur ECHO-Debatte um Kollegah & Farid Bang // News

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Jubel, Trubel, Schaum vorm Mund: Seit Farid Bang und Kollegah am Donnerstag (trotz Ausschluss-Forderungen und massiver Proteste im Vorfeld) den Echo in der Kategorie »Hip-Hop/Urban national« für »JBG 3« mit nach Hause nehmen durften, dreht das Netz hohl. Was dabei schon bald auffiel: Vom ursprünglichen Diskussionsmittelpunkt des Antisemitismus rückten einige unsachliche Kommentatoren schnell ab. Den vorläufigen Höhepunkt der Absurditäten rund um die Diskussion setzte heute die AfD-Bundestagsabgeordnete Alice Weidel mit einem Facebook-Post, in dem Farid Bang als »asozialer Marokkaner« angegangen und anschließend seine Abschiebung aus Deutschland gefordert wird. Das Getrolle nach rechtspopulistischem Lehrbuch übertönt dabei zumindest teilweise die sinnvollen Stimmen und interessanten Ansichten zur Thematik. Diese wollen wir an dieser Stelle zusammentragen – nachfolgend eine kurze Presseschau zu den lesenswertesten Artikeln, die während der letzten Tage zum Echo-Skandal erschienen sind.

»Bei all diesen plumpen Anspielungen stellt sich eine Frage: möchte Kollegah vielleicht sogar, dass man ihm Antisemitismus vorwirft?«

Leon Dische Becker, »Schmocktransformation« auf freitag.de

»Wie geht man mit einem Kollegah um? Einem Rapper, der über eine Million Follower jeweils auf Instagram und Facebook hat. Einem Mann, dem viele Jugendliche mehr glauben, als der gesamten deutschen Presselandschaft zusammen.«

Dennis Sand, »Die Kollegah-Debatte muss endlich fair geführt werden!« auf welt.de

»Es geht nicht um die Zeile ‚Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen‘, es geht darum, dass Kollegah aus meiner Sicht ein lupenreiner Antisemit ist [.]«

Oliver Polak, »Echocaust – die Endlösung der Moralfrage, und ihr schaut zu« auf welt.de

»Der Verzicht auf Diskriminierung andersdenkender, -liebender oder -glaubender ist keine Zensur, sondern moralisches Handeln, zu dem auch die Kunst Übergänge hat.«

Retrogott auf Facebook

»Gerade in den frühen Nullerjahren brachte Deutschland einige wichtige Battle-Figuren hervor: Wer ist der Härteste, Fieseste, Ruchloseste? Und wer kann es mit den schockierendsten Zeilen beweisen?«

Dennis Pohl, »Was ist eigentlich Battle-Rap?« auf spiegel.de

»Farid und Kollegah wollten mit ihrem Kollabo-Album ‚Jung, brutal, gutaussehend 3‘ die größtmögliche Provokation absetzen. Punkt. Und offensichtlich scheint ihnen das gelungen zu sein – herzlichen Glückwunsch!«

Marcus Staiger, »Battle-Rap, Antisemitismus und AfD – Staiger zum Echo-Drama um Kollegah & Farid Bang« auf Noisey.de

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