Frank Ocean – Blue Whale

Wäre Frank Ocean mit seiner Engelsstimme nicht überqualifiziert, hätte er ebenso gut der nächste Rap-Star werden können – siehe seine Parts auf »She« oder »Oldie«. Ein großer Songwriter pickt sich seine Stilmittel eben, wie er sie gerade braucht. Gestern stellte er den Song »Blue Whale« auf seinen Tumblr-Blog, auf dem er wieder leichtfüßig über einen schlicht-instrumentierten Beat flowt.

Ocean stammt ursprünglich aus New Orleans, flüchtete 2005 nach der Flutkatastrophe nach L.A. und schloss sich dort der Odd-Future-Posse an. »And my passports buried, and my home town flooded/With just a little bit of water, but my shoes still muddy« – Katrina spülte alles weg. Der gestrandete Blauwal als Metapher für Franks Rastlosigkeit. Die Suche nach der wahren Liebe, den Namen seiner ungeborenen Tochter und Gedanken über das amerikanische GesundheitsKrankensystem. Frank Ocean verpackt die bedrückend ehrlichen Zeilen mit »Backpack Rapper Skills« und einem zuckersüßen Chorus. Gibt es noch mehr solcher genialer »Channel Orange«-Überbleibsel?

(cs)

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