Eine Stimme 2013 mit Weekend, Yassin, Marcus Staiger

 

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Am 22. September ist Bundestagswahl. Das kann man spüren: Überall hängen Plakate, Wahlwerbespots laufen im Fernsehen und es wird sicherlich auch wieder ein TV-Duell geben. Doch die heutige Generation hat ein ganz anderes Medien-Konsumverhalten und ein Gros der Politik hat mit diesem #Neuland noch so seine Schwierigkeiten. »Traditionelle politische Medienformate stehen zunehmend vor der Herausforderung, den Kontakt zum Leben und zur Sprache junger Wähler zu halten. Diese fühlen sich allzu oft nicht mehr in der Lage, ihrer Stimme im politischen Prozess Gehör zu verschaffen.« So heißt es im Info-Text zu dem Format »Eine Stimme«, das dazu von einer Gefahr der Politikverdrossenheit spricht. Um dem entgegen zu wirken, hat das Centre for Digital Cultures an der Leuphana Universität Lüneburg das Projekt Grundversorgung 2.0 ins Leben gerufen. Deren Hauptinitiative ist das offene, partizipatorische Experiment »Eine Stimme«: Die etwas andere Interviewreihe zum Thema Bundestagswahl.

 

Es kommen dabei unterschiedlichste Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu Wort, ohne ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen, unter anderem Weekend, Yassin oder Marcus Staiger. Es geht darum, was sie interessiert, was sie sich von der Politik wünschen würden, warum sie wählen gehen – oder eben auch nicht. Die sogenannten neuen Medien bieten die perfekte Plattform, um kontroverse Aussagen weiter zu diskutieren und selbst am politischen Diskurs teilzuhaben. Hier setzt »Eine Stimme« an. Ein wenig gewundert haben wir uns zwar über die recht stereotypen Vorstellungen der jeweiligen Protagonisten in den Videobeschreibungen: Weekend beispielsweise braucht bei seinem Battle-Ansatz – laut YouTube-Text – »weder Bling noch Bitches«, »weder Kraftausdrücke noch Kalaschnikows«, und auch nicht »Ghettoallure und Gangstertum«. Der Rest aber schon, oder wie? Wie dem auch sei: »Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei.« (Max Frisch)