Curren$y – Weekend At Burnies

Keine Pause. Kein Verschnaufen. Nach seiner EP mit Alchemist beglückt Curren$y bereits in einer Woche wieder Blog-Checker und Weed-Nasen mit neuer Musik. An seiner bewährten Erfolgsformel ändert sich – wie zu erwarten – nichts. Wieder beschränkt der Spitta sich bei der Beatauswahl auf eine Quelle. In Falle von »Weekend At Burnies« hatte das Produzenten-Duo Monsta Beatz, mit dem er bereits auf »How Fly« und »Pilot Talk« zusammengearbeitet hat, die Ehre. In einer ausführlichen Betrachtung des Phänomens Curren$y in der aktuellen JUICE bringt er seine ungewöhnliche Arbeitsweise auf den Punkt: »Ich bin jeden Tag im Studio und sobald ich mit einem Track fertig bin, kommt er in einen spezifischen Ordner. Mit Ski Beatz arbeite ich an der ‚Pilot Talk‘-Reihe und alle Beats von Alchemist verwende ich für ‚Covert Coup‚, das als Serie geplant ist. So fällt es mir sehr leicht, über die vielen Tracks einen Überblick zu behalten.«

Curren$y – „This Is The Life“ by CurrenSy

Auf diese Weise entstanden stets sehr kohärente Alben ohne Tiefpunkte. Diese machten Curren$y zu einer ganz neuen Art Star. In der Welt des Format-Radios ist er ein völlig Unbekannter – in der Parallelwelt Internet wird er geliebt wie kaum ein Zweiter. Jetzt steht »Weekend At Burnies« in den Startlöchern (hier vorbestellbar). Es ist sein erstes Projekt, das mit der Untersützung von Warner vertrieben wird.

Von Anpassung an die große, böse Musikindustrie jedoch keine Spur. Offensichtlich verstehen seine neuen Partner das Geschäftsmodell »Jet Life«. Keine Crossover-Versuche für Radio und Fernsehen, schließlich besitzt Spitta bereits eine sehr treue Fangemeinde. Diese wird auch von »Weekend At Burnies« begeistert sein. Mit dem komödiantischen Kult-Quatsch »Weekend At Bernies« teilt das Album allerdings wenig mehr als das namens-gebende Wortspiel. Weit aussagekräftiger ist das Cover. In einem Sportwagen sitzt eine schemenhafte Gestalt. Seine Begleitung lässt die schönen Beine entspannt aus dem Fenster baumeln. Knallbunte Pastell-Farben signalisieren, dass der Stengel in der Hand des Fahrers ein ganz besonderes Kraut beinhaltet. Ja, das ist typisch Curren$y.

Aufs Neue verkauft der Hot Spitta uns seinen ganz eigenen J.E.T.S.-Lifestyle. Die inhaltlichen Ingredienzen bleiben die gleichen, die Instrumentals markieren jedoch erneut eine andere Stimmung. Alchemists verstolperter Sample-Sound verschwindet fürs Erste in der Kiste, auf »Weekend At Burnies« gibt es des öfteren großflächig verteilte Synthie-Sounds zu hören. »Covert Coup« war triumphierende Angeber-Musik im Retro-Gewand, »Weekend At Burnies« ist der verschlafen-entspannte Soundtrack für einen grünen Tag im Sommer. Miami statt New York, Cabrio statt Maybach. Passend zu seinem Lebensstil kann man das neue Album als künstlerische Beschreibung der nächsten Etappe im Leben des ewig umherreisenden Curren$y beschreiben. Von Langeweile oder Ermüdungserscheinungen also erneut keine Spur, auch »Weekend At Burnies« wird zu Recht wieder die Playlists entspannter Menschen mit zeitlosem Geschmack dominieren.

Curren$y – „She Don’t Want A Man“ by CurrenSy

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