»ARTE Tracks«: Cloud Rap Spezial mit Yung Hurn und LGoony

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Nun ist es also passiert. Der sonst eigentlich für Hochkultur zuständige Bildungs- und Kulturkanal ARTE berichtete am vergangenen Samstag in kompakter Kürze über das gefühlte Unwort des Jahres 2015: Cloud Rap. Noch immer spaltet der wolkige Sprechgesang die Geister der eigentlich sonst recht toleranten HipHop-Gemeinde. Friedliches Koexistieren, ja. Aber bei bestem Willen nicht alles gut finden müssen – so kennt man bis dato die Stimmung in Deutschraphausen. Seit MBeezys Schreckensherrschaft Früchte getragen hat und die Emporkömmlinge wie LGoony, Hustensaft Jüngling, Yung Hurn nun anfangen, auch im Feuilleton und den Öffentlich-Rechtlichen stattzufinden, spitzen sich die Meinungen darüber weiterhin zu.

Ein schmächtiger, blasser Junge rappt über lila Scheine und Sportwagen, der andere gönnt sich neben chemischen Drogen, Walter Benjamin und John Cage. Stellt sich sicherlich die Frage, wie das zusammen geht. Entweder gänzliche Ablehnung oder bedingungsloses Co-Signing ist die Konsequenz. Dass der Begriff Cloud Rap für dieses Phänomen jedoch unpassend gewählt und der entgegengebrachte Hass der More-Real-Rap-Fraktion der allerbeste Treibstoff für mehr Swag für’s Volk ist, erklären Goony und Hurn im Bericht bei ARTE Tracks.