Frauenarzt über seine Lieblings-MC Bomber-Tracks // Liste

 
Trotz Veteranenstatus: Im Herzen ist Frauenarzt immer Fan geblieben. Von alten Idolen wie der 2 Live Crew ohnehin und vor allem natürlich, wenn es um Künstler seines neu gegründeten Proletik-Imprints geht. Das MC Bomber-Debüt »Predigt« ist ihm ganz offensichtlich eine Herzensangelegenheit und die Zusammenarbeit mit dem jungen Battlerap-Ajatollah ist vielleicht auch eine Art Katharsis vom Bierbong und -Bauch-Umfeld auf Malle. »Das ist HipHop« heißt dementsprechend ihr gemeinsamer Track, der gerade als JUICE Premiere erschienen ist. HipHop heißt also in erster Linie kompromissloses Gepöbel, eine riesige Punchlinedichte und ein bisschen Berlin-Lokalpatriotismus. Warum Frauenarzt trotzdem fünf andere Bomber-Tracks am meisten abfeiert, hat er uns erklärt.


»Feiern und Ficken«
Die erste Solo-Singleauskopplung des Albums ist ein echter Berlin-Representer: schön dreckig und raw. Ich liebe die Westcoast-lastige Synth-Melodie in der Hook, die eigentlich untypisch für Bomber ist, aber super zum Song passt.

 


»Wer willst du sein?« (mit Karate Andi)
Textlich ist es das heftigste Lied der Platte mit dem besten Karate Andi-Part aller Zeiten. Harter Tobak!


»Taubensohn« (mit Shacke One)
Hier schlägt das Nordachse-Kommando wieder zu, denn MC Bomber und Shacke One sind im Team unschlagbar. Da bekomme ich persönlich mächtig Bock auf einen zweiten »Nordachse«-Teil.

 


»Fleiß bei der Arbeit«
Der Song setzt sich einfach von allem ab, was man derzeit sonst so im Deutschrap hört. Sozialkritik wird verpackt in Storytelling und vorgetragen im typischen Bomber Style. Für mich ist das ganz große Kunst, vor allem in Kombination mit dem Video.

 


»Missgunst und Neid«
Ein Punchline-Massaker auf einem ultrafetten Beat. Das hat etwas von einem Best-Of. Früher hätten wir dazu Megamix gesagt. Kurz und schmerzlos.