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Cypress Hill

Es geht raus aus Los Angeles, auf den Freeway nach Nordwesten, ins Zentrum der amerikanischen Porno-Industrie. Genauer gesagt nach Chatsworth im San Fernando ­Valley. Auf einem unscheinbaren Gewerbehof wirft ein UPS-Fahrer Basketballkörbe, während ein paar Valley-Jungs vor B-Reals Studio ihre Zigaretten rauchen...

Curse

Vor zehn Jahren hat ein MC aus der ostwestfälischen Kleinstadt Minden mit seinem ­Debütalbum “Feuerwasser” das Spiel nachhaltig verändert. Auf der diesem Heft beiliegenden JUICE Exclusive EP ­“20Feuerwasser10” zum zehnjährigen Jubiläum seines legendären Einstands übergibt Curse seine Anteile am Spiel...

Crookers [Interview]

Zwei Jungs aus der Lombardei verpassen dem Song eines noch ­unbekannten Rappers aus Cleveland ein tanzbares Outfit und sorgen mit dem Ergebnis dafür, dass der Song fortan die Balzrituale der Jugend von Greifswald bis nach Arkansas begleitet. Und das nicht nur für ein paar Monate, sondern für zwei aufeinanderfolgende Sommer.

Chakuza

Aus Österreich in die Piefke-Charts – was für Pop-Acts wie Falco, die EAV oder Christina Stürmer ein Leichtes war, schien für alpenländische ­Rapper lange fast unmöglich. Chakuza hat es gleich zweimal geschafft, mit beiden Alben kam er sogar in die Top 10. Und auch wenn missgünstige Menschen an dieser Stelle gern...

Azad

Im November 2009 endete ein weiteres Kapitel Deutschrap: Bozz-Music war Vergangenheit. Damit ging das große Labelsterben weiter. Royalbunker, Aggro, Optik, Deluxe und Bozz – diese Namen hätte man vor Jahren auf Tonträgern erwartet, die irgendwann an der Spitze der Charts stehen – und nicht auf Grabsteinen...

Assasin Interview

Rockin’ Squat ist in Frankreich eine Legende. Er ist der Bruder des ­Schauspielers Vincent Cassel, den man hierzulande zumindest aus der Banlieue-Saga “La Haine” kennen sollte. Mit MC Solo gründete er 1985 die Band Assassin, zu ihnen stießen später Doctor L und DJ Clyde. ­Neben IAM und NTM gehören Assassin unbestritten zu den einflussreichsten Bands der französischen HipHop-­Geschichte.

Kool Savas

Wie genau Kool Savas es geschafft hat, mit seiner als Mixtape gestarteten “John Bello Story”-Reihe ein vollkommen eigenständiges, aber um so erfolgreicheres Veröffentlichungsformat zu lancieren, ist bis heute nicht ganz klar. Immerhin ­wissen wir mittlerweile, dass Essah sich lediglich mit einem simplen Trick...

Pill [Interview]

Wir leben in einer Ära, in der ein YouTube-Video die Karriere eines ­Rappers abrupt lostreten oder jäh beenden kann. Charles Hamilton kassierte on camera einen Haken von ­seiner Exfreundin und wurde fortan zum Gespött der Blogger-Herde, Pill aus Atlanta hingegen katapultierte sich mit seinem ­ultrarealistischen Hood-Video zu “Trap Goin’ Ham” überhaupt erst ins Bewusstsein der Szene.

Little Brother [Interview]

Richtig leicht hatten es Little Brother nie. Aus North Carolina stammend, hätte die Band um Rapper Big Pooh, Phonte Coleman und Produzent 9th Wonder sich zu Beginn des letzten Jahrzehnts zwar an dem aufkeimenden Hype um Rap aus den Süden orientieren können, um den schnellen Dollar ­abzugreifen. Doch nichts lag den Jungs aus Durham ferner, als ein blindes Anbiedern und Anpassen an von Industrie und Medien erschaffenen Stereotypen...

La Fouine [Interview]

Neben längst etablierten Künstlern wie Booba, Rohff oder Sefyu gibt es auch ein paar neue Namen im französischen Rap-Game, die derzeit gewaltige ­Wellen schlagen. Zu den erfolgreichsten Newcomern gehört La Fouine aus Trappes, einer von fünf aus dem Boden gestampften Planstädten im Großraum Paris. Hier draußen, 30 Kilometer vom Stadtkern der Seine-Metropole entfernt, leben fast 30.000 Einwohner, darunter überproportional viele Einwanderer aus den ehemaligen nordafrikanischen Kolonien...

Kidz In The Hall [Interview]

Die letzten beiden Jahre hätten für Naledge und Double-O, besser bekannt als Kidz In The Hall, nicht viel besser laufen können. Eine XXL-“Freshmen”-Titelstory, ein Reebok-Endorsement und eine Welttournee ließen das Leben der Youngster schnell zu einer einzigen bunten Party mutieren. Doch ­spätestens als die beiden im Juli 2008 vor einem Nachtclub in Tempe mit dem Gesetz in Konflikt gerieten, war es erst einmal vorbei mit dem unbeschwerten Hipster-Habitus.

Estevan Oriol

Seine erste Kamera bekam er von seinem Vater Eriberto, der selbst als ­hochtalentierter Fotograf das Leben der Latinos in L.A. abbildete und seinen Sohn dazu ermunterte, das ihn umgebende subkulturelle Lebensgefühl in Bildern festzuhalten. Ein weiser Rat, denn mittlerweile sind die Lichtbilder ­Estevan Oriols aus der weltweiten Rezeption der Westcoast-Kultur nicht mehr wegzudenken.
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