YG & Nipsey Hussle – FDT (Fuck Donald Trump) // Video

YG-Nipsey

Ein Rechtsruck ist nicht nur in Europa spürbar. Während die AFD-Kader Beatrix von Storch und Alexander Gauland den Islam gerade kurzerhand zur Ideologie erklären, beleidigt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump in den USA alles und jeden. Muslime, Mexikaner, Homosexuelle: für Trump alles verachtenswert. Parallel dazu basht er seine Mitbewerber härter als jeder Battlerapper es sich je trauen würde. Das ist sogar den Republikanern zu viel, aufhalten können sie die losgetretene Rassismus-Lawine nicht mehr. Unsympathisch eklig, dieser Imobilien-Tycoon, mit der schmierigen blonden Friese, könnte man meinen. Trotzdem ist er derzeit der führende republikanische Bewerber und für einige sogar der Polit-Star der Stunde.

Nipsey Hussle und YG machen da nicht mit. Sie rotten sich mit ihren Freunden zusammen und zeigen einen riesigen Fickfinger in Richtung Trump-Tower. So lange, bis die Polizei beim ersten Video-Dreh anrückt und selbigen kurzerhand für beendet erklärte. Versuch Nummer zwei war erfolgreicher. Dort fordern YG und Nipsey Hussle, die selbst mehr Gewalt erlebt haben, als einem lieb sein kann, Gerechtigkeit. Eine staatliche Krankenversicherung, eine weniger restriktive Außenpolitik, die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe, ein Wandel Richtung Menschlichkeit nach der Bush-Ära war spürbar. Das wollen sich die beiden von Trump nicht zunichtemachen lassen. »FDT« ist ein politisches Statement von unten fernab eines intellektuellen Diskurses. »Einfach in die Fresse«, lautet die Devise – wahrscheinlich kann man Trump mit anderen Mitteln eh nicht mehr begegnen.