Vitali Gelwich: »Ohne Diversity macht der ganze Scheiß doch keinen Spaß!« // Advertorial

Foto: Vitali Gelwich/SKYY Vodka

Seit Jahren bezieht SKYY Vodka mit seiner offenen und toleranten Haltung Stellung gegenüber gesellschaftlich relevanten Themen wie zuletzt während der »Marriage-Equality«-Kampagne in den USA. Ganz nach dem Motto: »Vielfalt liken statt haten« feiert SKYY Vodka die Vielfalt – unabhängig von Herkunft, Sexualität oder Geschlecht. Allein das gemeinsame progressive Denken zählt! Auch in Deutschland unterstützt SKYY Vodka vielfältige Projekte im Rahmen der »Eine Generation weiter«-Reihe, die sich in diesem Jahr der »Vielfalt im Nachtleben« widmet. Zum Auftakt dieser Reihe inszeniert der junge Fotograf Vitali Gelwich in Zusammenarbeit mit SKYY Vodka aufstrebende und kreative Menschen innerhalb ihres Lebensumfeldes, die aufgrund persönlicher Erfahrungen, ihres Backgrounds und ihrer Einstellung die Vielfalt einer heterogenen Gesellschaft authentisch wiedergeben.

Die Arbeit von Vitali Gelwich hat jeder schon mal zu Gesicht bekommen, der nicht blind oder mit geschlossenen Augen durch die hiesige HipHop-Szene watet: Von MoTrip bisFrauenarzt, von ASD bis Young Krillin – er hat sie alle schon vor der Kamera gehabt. Für Gelwich selbst ist die SKYY DIVERSITY-Fotostrecke Teil seiner persönlichen Lebenswelt. Im Interview spricht der Berliner Fotograf über Progressivität, die Verbindung von Kunst und Dienstleistung und Kendrick Lamars Lyrics.

Mit der SKYY-DIVERSITY-Strecke hast du die Möglichkeit bekommen, Charaktere aus deinem persönlichen Umfeld fotografieren zu können, die alle einen unterschiedlichen Background oder Herkunft haben. Was war für dich der ausschlaggebende Punkt, an der Produktion der SKYY-DIVERSITY-Fotostrecke mitzumachen?
SKYY Vodka hat mich mit seiner »Eine Generation Weiter«- Reihe überzeugt. Ich finde mich darin wieder, progressiv zu denken, zu arbeiten und zu leben. Das Tolle an der Umsetzung der SKYY-DIVERSITY-Fotostrecke war, dass ich mich einbringen konnte, meine Meinung geschätzt und meiner Kreativität Freiraum gegeben wurde. Vielen Leuten, die sonst nur im Background agieren, aber schon so viel geleistet und gerissen haben, konnte ich mit der Fotostrecke nun endlich ein Gesicht geben. Natürlich war es eine unglaubliche Anstrengung, so viele unterschiedliche Charaktere zu porträtieren, aber ich glaube, der Reiz bestand in der Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren.

Was bedeutet DIVERSITY für dich?
Diversity bedeutet für mich um die Ecke denken, Respekt und Liebe. Keiner ist perfekt, die Vielfalt der Menschen kann aber Perfektion schaffen und das eigene Leben bereichern. Geben und nehmen sozusagen.

Inwieweit ist das Thema DIVERSITY in deinem Umfeld und Freundeskreis relevant?
Diversity ist für mich allgegenwärtig. Jeder ist anders, und das zu verbinden ist meist auch Teil meiner Aufgabe als Fotograf. Jetzt mal ehrlich: Ohne diese Vielfalt macht der ganze Scheiß doch gar keinen Spaß! Ich mag es nicht, immer nur geradeaus zu fahren. Manchmal ist der Umweg viel schöner!

Die SKYY-DIVERSITY-Fotostrecke ist analog geshootet worden. Was ist das Besondere am analogen Fotografieren?
Zeitlosigkeit. Analoge Fotos haben immer eine besondere Art Magie und einen unvergleichbaren Ausdruck.

Foto: Vitali Gelwich/SKYY Vodka

Was ist das Erste, was dir an einem Menschen auffällt? Allgemein und wenn du ihn fotografierst?
Ich versuche natürlich immer, sofort eine Verbindung zu meinem Gegenüber aufzubauen und zu entscheiden, wie er tickt. So kann man sagen, dass ich wohl zuerst seine Seele oder seinen Kern zu entdecken versuche. Es ist ein bisschen schwierig zu erklären bzw. hört sich vielleicht ein wenig zu romantisch an. Ich glaube, ich versuche einfach, in ihn hineinzuschauen, davon mache ich abhängig, wie ich ihn sehe bzw. inszeniere. Mir ist es wichtig, den Menschen zu verstehen. Wie er wirklich aussieht, wird dann nebensächlich.

Woher nimmst du deine Inspiration? Gibt es andere Künstler – sei es aus der Kunst- oder auch Musikszene –, die dich inspirieren?
Für meine Inspiration schaue ich natürlich über den Tellerrand hinaus. Gerade bin ich sehr viel auf Social Media unterwegs, nutze das aber eher spontan als konsequent. Alles, was mich inspiriert, habe ich unterteilt. Somit kann ich jeglichen Content, der auf der Welt produziert wird, häppchenweise aufnehmen – sei es von Fotografen, Stylisten, Brands oder Agenturen. Auch wenn sich das absurd anhört: Ich mag es, bei der Inspirationssuche strukturiert vorzugehen. Unser Leben ist gerade unglaublich schnell, und es werden Unmengen an großartigem Content produziert, somit sehe ich fast täglich Neues. Durch meine verschiedensten Reisen, wie zuletzt nach L. A. und Mexiko, werde ich natürlich durchweg neu von alltäglichen Dingen inspiriert, und meine Sinne explodieren regelrecht. Momentan versuche ich einfach, mein Leben dahin gehend auszurichten, dass es mich inspiriert. Das ist eine unglaublich interessante Vorstellung.

Inwieweit lässt du deinen eigenen Background in deine Arbeiten einfließen?
Meinen eigenen Background lasse ich manchmal bewusst wie auch unbewusst immer irgendwie mit einfließen. Meine Mutter hatte außer meinem Bruder und mich nicht viel. Ich glaube, ihrer Liebe habe ich es zu verdanken, dass aus mir doch etwas »Anständiges« geworden ist. Aufgewachsen erst im Asylheim und dann in der Platte, hat meine Mutter gekämpft wie eine Löwin, um mir eine klassische Klavierausbildung sowie Sport zu ermöglichen. Während wir geschlafen haben, hat sie ihr Studium nachgeholt, da dies in Deutschland nicht anerkannt wurde. Tagsüber hat sie sich um uns gekümmert und auch noch als Pflegerin für behinderte Menschen gearbeitet. Ich glaube, wenn man nie viel hatte und sich alles hart erarbeiten musste, merkt man das bei jeder Produktion. Ruhm und Erfolg kommen einem nicht zugeflogen. Man muss dafür arbeiten und dafür bluten. Genauso wie Mama damals für uns.

Du arbeitest oft mit großen Brands zusammen. Wie behältst du dir deinen künstlerischen Freiraum und gehst trotzdem auf die Wünsche der Marken ein?
Man lernt, Jobs zu kategorisieren. Es kommt natürlich auch darauf an, wie sehr ich mir meinen Freiraum schaffen möchte. Viele Brands sind für meinen Input und meine Kreativität dankbar, andere wollen lieber ihr Konzept umsetzen. Das ist halt auch Teil des Jobs. Ich glaube, das Schönste ist es, bei einem Job sich bereits so einen Freiraum geschaffen zu haben, ohne ein Wort dazu sagen zu müssen.

Foto: Vitali Gelwich/SKYY Vodka

Wie würdest du deine Bilder/deinen Stil beschreiben? Gibt es typische Merkmale für einen »Vitali Gelwich Shoot«?
Ich glaube, es ist noch zu früh, über typische Merkmale eines »Vitali Gelwich Shoot« zu sprechen, schließlich entwickle ich gerade erst meinen eigenen Stil und meine eigene Bildsprache. Natürlich habe ich eine persönliche Vorliebe bzw. Vorstellung von Ästhetik, und diese setze ich dann natürlich so gut wie möglich um.

Hat sich dein Schwerpunkt der Fotografie seit deinen Anfängen verändert?
Absolut! Ich würde behaupten, dass sich mein Schwerpunkt zu 100 Prozent gedreht hat. Mit der Zeit sieht man einfach anders und selektiert auch anders. Ziele und Ideale verändern sich. Das Einzige, was geblieben ist, ist der Fokus Mensch.

Im Zeitalter von Instagram, Blogs und Social Media verbreiten sich Bilder in Sekundenschnelle. Nimmt Instagram einem Bild die Bedeutung, wenn es nur wenige Sekunden braucht, um es hochzuladen und im nächsten Moment schon gar nicht mehr »aktuell« ist?
Ja und nein. Es kann den Moment intensivieren, wenn man sich nicht allzu blöd anstellt. Grundkriterium dafür ist es aber, etwas Neues zu schaffen, nicht nur Lückenfüller zu sein. Wenn du nicht mit der Zeit gehst, kannst du ganz schnell in Vergessenheit geraten. Wenn du dich allerdings zu sehr anpasst, auch. Solange du nicht vergisst, dass es immer noch um das Bild geht und nicht um Likes, ist alles gut. In meinem Leben liegt der Fokus keineswegs auf Social Media, sondern viel mehr kann Social Media ein Teil davon sein, den ich gerne teile.

Foto: Vitali Gelwich/SKYY Vodka

Kendrick Lamar rappt »I’m so fuckin’ sick and tired of the Photoshop« und fordert in seinem neuen Track mehr »Realness«. Was sagst du zum »Aufpimpen« von Fotografen, und entsteht durch Social Media mehr Druck, das »perfekte« Bild abzuliefern?
Ich bearbeite meine Bilder schon fast seit einem Jahr nicht mehr so, wie es Kendrick rappt. Ich kann ihn allerdings verstehen. Die Amis sind meiner Meinung nach in der Hinsicht komplett wahnsinnig, und der kommerzielle Markt hat eine übertriebene und fast schon ekelhafte Bildwelt. Für mich sind die alten Ideale tot. Sobald ich aber an einer persönlichen Strecke arbeite oder an einem Editorial, lege ich das Hauptaugenmerk auf das Bild und nicht auf den späteren »Perfektionismus«. Aber ich verfluche Photoshop nicht. Photoshop ist toll, wenn man darauf achtet, das Bild zu verstärken und nicht jemanden verändert. Wie bereits erwähnt, wenn man vorher klar festlegt, was das »perfekte Bild« ist und dahintersteht, wird das auch verstanden. Wenn man sich nur anpasst und vermeintlich alles mit Photoshop perfektionieren will, dann sage ich »Ciao!«

Wie sieht die Zukunft für Vitali Gelwich aus? Wohin willst du mit deinen Bildern? Hast du einen Traum?
Ich glaube, was ich zuvor schon mal gesagt habe, ist ganz interessant. Ich will mein Leben so gestalten, dass ich mich selbst inspirieren kann. Das hört sich spaßig an!