Utah & Ether besprühen den asiatischen Nahverkehr // Video

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Die New York Times nannte sie Bonny & Clyde des Graffitis und unrecht haben sie mit dieser phrasenhaften Bezeichnung nicht. Das US-Pärchen, das sich verdeckt hinter den Pseudonymen Utah und Ether auf ewige Weltreise begeben hat, malt überall dort, wo andere längst den Wagon verlassen haben. Vor einiger Zeit waren sie in Asien unterwegs, um die dortigen, oft noch nicht vom Lack aus der Dose entjungferten Zuggarnituren zu bemalen. Einfach ist das nicht. In Ländern wie der Türkei und Malaysia ist die Gesetzeslage, was Graffiti angeht, um einiges strenger als in Deutschland. Gefängnis statt Bußgeld, darauf kann man sich gefasst machen. Auch in Singapur waren die beiden aktiv. Dort kassierten im letzten Jahr noch zwei Maler der Leipziger Radicals Crew Stockschläge für den vermummten Einsatz am Zug. Der mysteriöse Zweierverbund mit Verbindungen zum The Grifters-Kollektiv dagegen scheint Gefahrensituation immer einen Schritt voraus zu sein. Sie kraxeln mit stoischer Sicherheit an Brücken entlang, krichen durchs Unterholz und ignorieren meterhohe Zäune. Am Ende steht das Bild auf dem Zug. Die Zeit, die sie verloren in Asien verbrachten, wurde fotografisch festgehalten. Am 5. Mai erscheint das zugehörige Buch »PROBATION VACATION: LOST IN ASIA«. Außerdem gibt es aus der Türkei, Indien, Thailand, Malaysia, Singapur und von den Philippinen Videomitschnitte.