»The Rise of Graffiti Writing« – wie Graffiti nach Europa kam // Doku

Es gab eine Zeit, da waren Hausfassaden nicht mit Tags übersäht, Bahnwagons keine mobilen Kunst-Austellungen, ja nicht einmal ein Stromkasten in eurem Dorf war mit Filzstift bekritzelt. Doch die zehnteilige Doku-Reihe »The Rise of Graffiti Writing – From New York To Europe« beweist, dass diese Umstände sprichwörtlich graue Vorzeit sind. Denn als Anfang der 1970er in New York zusammen mit der Entstehung von dem, was man später als HipHop bezeichnet, auch der Graffiti-Wahn ausbrach, war schnell klar: dieses Phänomen würde um die Welt gehen. Denn alles, was man brauchte, war eine Sprühdose. »Es gab praktisch keine U-Bahn, die unberührt war«, erzählt Bio von der New Yorker Tats Cru in der zehnteiligen Doku-Reihe von Arte über den damaligen Boom: »Als junges Toy habe ich meine Zeit auf den Bahnsteigen verbracht und die vorbeifahrenden Züge voller Farben und Styles beobachtet«. Es waren Bilder von Legenden wie Lee, Futura2000 und Skeme, die heute als Pioniere gelten und die den bunten Siegeszug in den ersten vier Teilen in je zehn Minuten nacherzählen. Darüberhinaus kommen in den weiteren sechs Folgen auch europäische Veteranen zu Wort, so unter anderem der niederländische Train-König Delta, der britische Farbvirtuose Mode2, aber auch deutsche Dosenkünstler wie Stone, Loomit oder Cantwo. Die sehenswerte Mini-Doku-Serie widmet sich zunächst den Anfängen in den frühen 1970ern bis zur Explosion in Europa Anfang der 1980er.

Folge 2 der zehnteiligen Serie ist nun auch online:

Mittlerweile sind auch Teil 3 und 4 online gegangen: