The Jacka bei Schießerei getötet [News]

The-Jacka
 
Der Name The Jacka war auf dieser Seite des Atlantiks auch in interessierten Kreisen nie ein besonders bekannter. Das lag jedoch nie am Talent des MCs aus Oakland. Einzig fehlten ihm über weite Teile seiner Karriere die Strukturen, eine größere Zielgruppe zu erschließen und auch außerhalb der Bay Area die seiner Musik zustehende Aufmerksamkeit zu generieren. Zuletzt war er durch sein 2014 mit Freeway veröffentlichtes Kollabo-Album »Highway Robbery« überregional in Erscheinung getreten. Am Montagabend fiel der Rapper in East Oakland einer Schießerei zum Opfer. Er war 37 Jahre alt.
 
Die erste Veröffentlichung, auf der The Jacka als 22-Jähriger zu hören war, war 1999 C-Bos Album »Mob Figaz«. Auf ein erstes, 2001 veröffentlichtes Soloalbum, folgte länger nichts, bis er sich 2005 mit »The Jack Artist« zurückmeldete und seinen Namen als aufstrebender Künstler innerhalb der Bay Area mit klassischem Trunk-Hustle festigte. Die Praktik, die selbst hergestellten CDs aus dem eigenen Kofferraum zu verkaufen, war im Falle The Jacka mit so großem Erfolg verbunden, dass er wohl nie ernsthaftere Ambitionen hegte, einen größeren Deal zu unterschreiben. Seinen größten kommerziellen Erfolg feierte The Jacka 2009 mit dem Album »Tear Gas«, das auf Platz 93 der US-Albumcharts einstieg. Seit 2005 arbeitete The Jacka unentwegt an eigenen Veröffentlichungen, Kollabo-Alben und -Mixtapes sowie als Gründer und Betreiber seines eigenen Labels The Artist Records – seine Diskografie spricht für sich. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er neben dem bereits erwähnten Freeway u.a. auch mit anderen Bay-Area-Größen wie Mac Dre, Yukmouth, E-40 und Mistah F.A.B. zusammen. Als MC bestach er vor allem durch seinen melodischen, zeitweise fast träge wirkenden Flow und prägnantes Storytelling, das sich weitestgehend um kriminelle Machenschaften drehte.
 
JUICE trauert mit den Hinterbliebenen. R.I.P. The Jack.