Suff Daddy – Efil4ffus+

    Seit 2010 ist Suff Daddys erste EP »Efil4ffus« restlos ausverkauft. Limited Edition halt. Die Freunde von Melting Pot Music konnten dies nicht so stehen lassen und haben die wunderschöne EP neu pressen lassen. Erstmals auf CD erhältlich, habt ihr nun die Möglichkeit die Songs mit Miles Bonny, Oddisee and Kissey Asplund sowie den Bonustracks »Drama Pt.2« und »Kill Bill« bei einem Glas Portwein zu hören. Letztere Songs waren bis jetzt nur als 7″ in den Plattenregalen und »Kill Bill« dürfen wir hier auf JUICE.DE exklusiv streamen.

    Suff Daddy hat uns zusätzlich mit ein paar Anekdoten versorgt. Das Release-Date seines zweiten Albums »Suff Sells« ist für den Mai geplant und für alle Berliner können wir den »Beat Geeks«-Abend im Kreuzberger »Monarch« wärmstens empfehlen, den Suff Daddy zusammen mit Le Bob zwei mal im Monat hostet. Man sollte sich jedoch beeilen – der Suffvadder setzt sich bald ans andere Ende der Welt ab.

    »Kill Bill«
    Mein erster Release. Mann, war ich damals glücklich, als das Paket mit den Scheiben bei mir eintrudelte. Die Original-Datei ging bei einem meiner diversen Festplattencrashs verloren, also hab ich einfach die MP3 zum Mastern geschickt. Mieser Sound, aber hat funktioniert.

    Pegel: Trocken

    »Late Night Suff«
    Der erste Song, den ich mit Miles Bonny aufgenommen habe. Bin ich heute noch genauso zufrieden mit wie damals. Wie der Titel bereits vermuten lässt, entstand der Beat in einer langen Nacht unter Alkoholeinfluss. Wahrscheinlich Tanqueray. Genau weiß ich es nicht mehr.

    Pegel: Wasted

    »Brewsters«
    Den Beat hab ich damals für einen Phat Kat-Remix Contest gemacht. Hab mich dann ziemlich gefreut, als der Remix veröffentlicht werden sollte, was dann leider nicht geschah. Also selber gebootleggt. »We some major label nightmare, bootleg our own shit. Mothafucka, we dont fight fair.« Ein spitzen Song.

    Pegel: Paar Pilsetten

    »Late Night Reprise«
    Als ich damals die »EFIL4FFUS«-EP plante, habe ich den Beat zuerst an Kissey geschickt. Ich war mit dem Ergebnis dann aber nicht 100 Prozent zufrieden und habe den Beat dann später auch an Miles geschickt, um zu schauen, was er daraus machen würde. Er hat was Geiles draus gemacht, aber irgendwie waren mir die Kissey-Spuren dann doch zu schade, um sie verstauben zu lassen. Also hab ich noch das Reprise draufgepackt. Verschiedene Versionen eines Songs zu machen, ist eine meiner Schwächen. Hinterher hab ich immer Entscheidungsschwierigkeiten.

    Pegel: Twisted

    »Gin City«
    Mein Opa war früher öfter in China und Japan unterwegs und hat von seinen Trips immer Schallplatten mitgebracht. Jahre nach seinem Tod fragte mich meine Oma, ob ich nicht mal seine Sammlung durchstöbern wollte. Ich wollte. Und so hab ich viele obskure und komische, für meine Ohren meist unhörbare Platten mitgenommen, in der Hoffnung, ein Mörder-Sample darauf zu finden. Auf einer sehr seichten chinesischen Pop-Platte hab ich dann den »Gin City«-Loop gefunden. ich fand es unglaublich, denn abgesehen von diesem einen Loop ist auf der Platte nicht eine weitere Sekunde, die ich mir anhören kann. Aber ein Loop pro Platte reicht ja auch.

    Pegel: Höchstwahrscheinlich etwas Tanqueray

    »The Only Way I Know«
    Ach ja, der Oddisee. Netter Zeitgenosse. Kev Brown war auch dabei. Ist auch ein netter Dude und ist für den Refrain auch noch in die Gesangskabine gesteppt. Ich war damals ziemlich aufgeregt, weil es das erste Mal war, dass ich mit einem Ami-Rapper aufgenommen habe. Hab auch gedacht, dass die beiden übelst kiffen und trinken würden und war dann schon etwas enttäuscht, als ich hörte, dass sie weder das eine noch das andere tun. Der Song ist aber trotzdem was geworden. Im Original hieß der Beat »4 Cups of Tanqueray« und hatte schon zwei Jahre auf dem Bucke,l bevor er mit Rap versehen wurde.

    Pegel: Vier Tanqueray Tonic

    »Plastic«
    Ich habe diese ganzen Alkaholiks-Sprüche schon immer geliebt. Daher macht es mir unheimlichen Spaß alte Alkaholiks-Acapellas über meine Beats zu legen. Quasi ein Hobby von mir.

    Pegel: Vergessen

    »Plastic Dub«
    Das Sample hab ich bei einem Ubisoft-Videospiel-Trailer auf Youtube gefunden und aufgenommen. Miese Qualität, aber es hat einfach gepasst.

    Pegel: Zwei Becher Gin & Juice

    »Like Daddy«
    »Deep like. la-la-la-la-like-like-like-like-daddy-daddy-daddy-daddy-daddy.« Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Pegel: Ein Bier

    »Drama«
    Genau wie »Kill Bill« stammt dieser Song von meiner ersten 7″ und ist hier nochmal als Bonustrack dabei. Jim Dunloop hat ein paar Keys eingespielt, ich hab die Drums dazu programmiert und Kissey hat drüber gesungen. Ich würde gerne mehr schreiben, aber ich werde gerade unheimlich müde.

    Pegel: Drei Shots Honigvodka