Stüssy x Yo! MTV Raps – ‚We Were All Watching‘-Doku (Video)

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Das Sommerloch scheint nostalgisch zu machen. Erst berichtete Gott und die Welt anlässlich des Jubiläums von Kool Hercs »Back to School Jam« über den 40. Geburtstag unserer geliebten Kultur. Nun erschien außerdem unter dem Namen »We Were All Watching« eine zweiteilige Kurz-Doku über die Signifikanz von »Yo! MTV Raps«. Das erste national und später auch weltweit ausgestrahlte HipHop-Format im Musikfernsehen flimmerte vor ziemlich genau 25 Jahren zum ersten Mal über die Bildschirme. Von 1988 bis 1995 war die Sendung eine der tonangebendsten Institutionen in einer noch jungen HipHop-Medien-Welt. Wer ab den späten Achtzigern im Rap-Spiel ordentlich Lärm machen wollte, der musste entweder Fab 5 Freddy oder Doctor Dré & Ed Lover einen Besuch abstatten. Nun mag dies in Zeiten, in denen es Rap-Blogs und YouTube-Kanäle über HipHop wie Sand am Meer gibt, absurd klingen. Gerade jüngere Hörer werden ob der Fülle an Rap-Medien kaum nachvollziehen können, dass man zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Tag den Fernseher einschalten bzw. den Videorecorder programmieren musste, um die neuesten Videos seiner Helden sehen zu können. In bester »Löwenzahn«-Manier muss man hier jedoch resümieren: Klingt komisch, war aber so.

 

Natürlich hat jeder der damaligen Protagonisten seine eigenen Anekdoten zu Yo! MTV Raps. Und so kommen hier unter anderem Legenden wie Rakim, MC Lyte und Primo zu Wort. Gleichzeitig erzählen Alchemist und Evidence, wie sie als pubertierende Bengel Samstagabends magisch von der Bildröhre ihres Fernsehers angezogen wurden und ALC anschließend die Tennissachen aus Vatis Kleiderschrank entwendete. Questlove hingegen musste sogar immer montags mit seinen Homies Videokassetten tauschen, weil er kein Kabelfernsehen hatte. Welch ein Bild: Der kleine Questo, mit Mini-Afro-Pick, Schulranzen und klobiger VHS-Kassette, wie er voller Vorfreude Richtung Glotze spurtet. Getreu dem Motto: Started from the bottom now we here.

 

 

 

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