Olson – Bright Lights, Big City [Interview]

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Schon vor zwei, drei Jahren war Olson zu Größerem bestimmt. So sah man es zumindest bereits damals in jenen Szene- und Industrie-Kreisen, die häufig das Heute und das Morgen dieser Musik bestimmen. Doch während nach Marteria und Casper das ­massenmediale ­Gerede über deutschsprachigen Rap vom ­Gemurmel zum ­Geschrei anschwoll, blieb Olson im ­Verborgenen und arbeitete weiter an diesem einen Album, das für ihn nun gleichermaßen eine Neuerfindung und der Durchbruch sein soll, ja: muss. Das Ergebnis von zwei Jahren Arbeit erscheint dieser Tage beim Major ­Universal. Mit ­»Ballonherz« hat Olson ein Album ­aufgenommen, das jene, die sich immer noch den pöbelnden ­»Rudeboy« Olson Rough von damals wünschen, vor den Kopf stößt; dafür macht es eine Soundvision auf, die viel mehr jene Sehnsucht nach Ruhm und Ehre ­sowie die damit fast ­zwangsläufig einhergehenden Zweifel am dekadenten (Möchtegern-)Starleben darstellt, die auch ­selbstbewusst-fragile US-Rapstars wie Drake ­verkörpern. Tatsächlich hat ­Olsons Selbstinszenierung in seinen Texten etwas sehr ­Amerikanisches an sich – kein Wunder, dass die Fotos und Videos zu »Ballonherz« alle in Kalifornien ­entstanden. Ja, je öfter man hinschaut, desto deutlicher erkennt man, wie sehr Olson zum Posterboy taugt, wie viel Star-Potenzial in ihm steckt. Ob er dieses oberflächliche ­Versprechen auch einlösen kann, hängt in erster Linie an »Ballonherz«. Ein Album, das Olson selbst wagemutig als »Mischung aus Kid Ink, Katy Perry und Purity Ring« ­bezeichnet.
 

 
Wann hast du die erste Zeile für »Ballonherz« geschrieben?
Das war im Frühjahr 2012, also vor mehr als zwei Jahren. Damals schrieb ich den Song »Der beste Moment« – allerdings auf das Instrumental eines anderen ­Produzenten. Die Version, die jetzt auf dem Album gelandet ist, wurde ja von Philip Böllhoff von den ­Beatgees produziert. Die Ursprungsversion hatte ich damals ein paar Mal live gespielt, aber ­irgend­etwas fehlte dem Song noch. Die ­Version auf dem Album ist letzten Endes die zehnte ­Version des Tracks. »Der beste Moment« hat also mehr oder weniger die gesamte ­Entstehungsphase des Albums begleitet.
 
Könnte man also sagen, dein Album ­beginnt mit deinem Umzug nach Berlin und verhandelt die gesamte Zeit von damals bis zu diesem Tag?
Irgendwie schon. Als ich nach Berlin kam, fand ich lange nicht die richtigen Leute, um die Vision, die ich in meinem Kopf hatte, adäquat umzusetzen. Ich traf mich schon relativ früh mit vielen Produzenten, teilweise waren auch Songwriter dabei. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber selbst noch nicht wirklich, wo ich mit meinem Album hin möchte. Nur diese ­Produzenten, mit denen ich mich traf, hatten schon eine ganz genaue Vorstellung davon, in welche Richtung ich musikalisch gehen müsse. Sie zeigten mir quasi fertige Songskizzen, die ich auch erst mal annahm, weil ich damals noch dachte, ich müsste vielleicht mehr Einflüsse von außen zulassen. Als ich diese Treffen dann aber sacken ließ, begann ich daran zu zweifeln, ob das der richtige Weg ist. Denn ganz gleich, wie poppig dieses Album werden würde, war es mir trotzdem ­unglaublich wichtig, dass ich jede Zeile auf dieser Platte persönlich vertreten kann. Das sollten alles meine Worte sein. Also hörte ich auf, mich mit anderen Songwritern zu treffen und mir in meine Sachen reinreden zu lassen. Von da an schrieb ich alle Texte und ­Melodien selbst. Irgendwann stellte mir dann ein gemeinsamer Freund Philip Böllhoff von den Beatgees vor, und die fand ich so super, dass ich mir sagte: entweder mit dem oder mit niemandem. Von da an arbeitete ich mit Philip zusammen ins Blaue hinein an der Platte, ohne dass wir damals schon einen Label-Deal in der Tasche oder Geld gehabt hätten.
 
Habt ihr eigentlich mehr Songs gemacht als die, die letzten Endes auf dem Album gelandet sind?
Tatsächlich nicht. Jeder Song, den ich ­geschrieben habe, ist nun auch auf ­»Ballonherz« drauf. Ich hatte zwar viel mehr ­Songideen, aber die habe ich immer relativ schnell verworfen, wenn ich mit ihnen nicht sofort zufrieden war.
 
»Ballonherz« erzählt die abgeschlossen wirkende Geschichte einer persönlichen Entwicklung. Die Songs sind aber nicht wirklich in dieser Reihenfolge entstanden, oder?
Nee, gar nicht. Ich habe immer nur über das geschrieben, was mich in dem Moment beschäftigt hat. Ich hatte nie den Plan, ein Konzeptalbum zu schreiben. Erst, als wir sehr weit mit dem Album waren, habe ich mir die Songs wieder angeschaut, sie geordnet und gemerkt, dass sie sehr gut die letzten zwei Jahre zusammenfassen; erst dann hatte ich die Idee, eine zusammenhängende ­Geschichte zu erzählen, indem ich die ganzen Lücken schloss, die zu diesem Zeitpunkt noch ­vorhanden waren.
 
Bis zu welchem Punkt ist diese ­Geschichte autobiografisch?
Komplett.
 
Und was hat der Titel »Ballonherz« mit deiner Geschichte zu tun?
Dass dieses Album so heißen muss, war mir von vornherein klar. 2011 nahm ich mal zusammen mit DJ Stickle einen Song auf, der »Ballonherz« hieß. Ursprünglich dachte ich mal, das wäre der erste Song meines Albums, aber im Nachhinein fand ich irgendwann die Umsetzung nur noch schrecklich. Die Idee war trotzdem gut, die wollte ich beibehalten. Seitdem hatte ich diesen Titel im Kopf.
 
Der Titel lässt ja viel Interpretationsspielraum. Mit welcher Bedeutung ist er aufgeladen?
Ich verstehe das »Ballonherz« als Versinnbildlichung dafür, wie schnell man Freunde, Frauen und auch Orte liebgewinnt, aber auch wieder aus den Augen verliert. Ich sah mich vor meinem inneren Auge in einer Kleinstadt stehen. Ich hatte mein Ballonherz in der Hand und stellte mir vor, wie mich dieses mit Hilfe des Windes hinaus in die Welt zieht. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, mein Zuhause zu verlassen, weil ich dort aus unterschiedlichen Gründen festhing. Doch irgendwann zog mein Ballonherz so stark an mir, dass ich dann nach Berlin gerannt bin. Immer wenn ich ­seitdem Menschen kennenlerne, habe ich ­dieses Bild im Kopf, wie ich dieser Person mein ­»Ballonherz« hinhalte. Es liegt dann an ihnen, ob sie es festhalten, wegfliegen oder zerplatzen lassen. In anderen Momenten wiederum will ich selbst nicht, dass man mich weiter festhält, nehme diesem Menschen mein Ballonherz weg und werde vom Wind weitergeweht. Ich bin Sternzeichen Wassermann – ich kann mich schlecht entscheiden. Das zieht sich durch mein ganzes Leben. Ich hatte immer nur eine Handvoll wirklich guter Freunde, aber meinen Bekanntenkreis wechsle ich sehr häufig. Ich mache das gar nicht mit Absicht, aber ich treffe immer wieder ­Menschen, mit denen ich eine Zeit lang jeden Tag verbringe, bis es irgendwann puff macht, man sich nichts mehr zu sagen hat und ich wieder an einen anderen Ort getrieben werde.
 
Hast du vielleicht auch deswegen so lange für dieses Album gebraucht, weil du lange Zeit unentschlossen warst?
Ich habe schon ziemlich lange gebraucht, um herauszufinden, was für Musik ich überhaupt machen will, aber tatsächlich am Album gearbeitet haben wir am Ende auch nur eineinhalb Jahre. Für eine komplette, gute Platte ist das gar nicht so viel, finde ich. Diese Selbstfindungs­phase hat wohl so lange gedauert, weil der Schritt von »Rudeboy« zu »Ballonherz« ein ziemlich großer war. Auf »Rudeboy« hatte ich all das erzählt, was ich in meiner Jugend erlebt habe. Danach hatte ich einfach keine coolen Geschichten mehr auf Lager, auf denen ich von Partys und Kneipen­prügeleien erzähle. Natürlich hätte ich es mir leicht machen können. Ich hätte ­dieselben Storys noch mal rappen können, und ­vermutlich hätten es genug Menschen gefeiert. Aber das hat damals einfach schon längst nicht mehr meinem Leben und meiner Person entsprochen. Deswegen entschied ich mich dazu, kein weiteres »Olson Rough«-Album zu machen und stattdessen darauf zu warten, dass mir neue Songs einfallen. Das war das Ehrlichste, was ich hätte tun können. Natürlich kann ich dir auch in zwanzig Minuten einen Song darüber schreiben, wie ich einen Döner essen gehe, aber ich glaube nicht, dass das irgendwen juckt. Also wartete ich so lange, bis ich wieder etwas zu erzählen hatte. Es mag sein, dass mein Leben auf Außenstehende so wirkt wie eine Ansammlung von Nichtigkeiten, aber das sind nun mal die Dinge, die mich beschäftigen. Ich hinterfrage gerne und häufig mich selbst und das Leben.
 

 
Diese Zerrissenheit spiegelt sich auf dem Album auch darin wider, dass du häufig zwischen der Kleinstadt und der Großstadt pendelst. Wie ist dein Verhältnis zu diesen Lebensräumen heute, wo »Ballonherz« fertig ist? Wo fühlst du dich wohler?
Die Großstadt taugt mir schon mehr. Nichtsdestoweniger tut es auch gut, sie ab und zu verlassen zu können. Einfach, weil der Kontrast so riesengroß ist. Aber man kann es auch in der Großstadt schaffen, sich von stressigen Dingen fernzuhalten, wenn man nur will. Wenn ich mal an Reizüberflutung leide, bleibe ich eben ein, zwei Tage im Bett und schaue Serien.
 
Du hast mir mal erzählt, dass du deine Texte komplett aus dem Kopf heraus schreibst, also bevor es überhaupt ein Instrumental gibt. Kommt dein Produzent Philip erst dann ins Spiel, wenn du bereits Text und Melodie im Kopf hast?
Das ist unterschiedlich. Manchmal zeigt Philip mir Instrumentals und ich passe meinen ­fertigen Text daran an, aber manchmal sitze ich auch einfach alleine vorm Rechner, spiele mit Garage Band herum und tippe dort Akkorde ein, auf die ich schließlich schreibe, bevor ich wieder ins Studio gehe, um diese Idee mit Philip auszuarbeiten.
 
Hast du eigentlich eine musikalische Ausbildung genossen?
Ich hatte als Jugendlicher mal Gitarren-­unterricht. Ich war aber nie sonderlich gut.
 
Hat dir dein Vater tatsächlich eine Fender geschenkt, wie du auf »James Dean« sagst?
Jap. Ich erklärte meinem Vater irgendwann mal, dass ich den Gitarrenunterricht nur ­schleifen lassen würde, weil ich viel lieber E-Gitarre lernen würde. Er schenkte mir die schließlich tatsächlich, weil ich ihm versprach, ich würde mit der jeden Tag dreißig Minuten lang üben. Natürlich habe ich das Versprechen nicht einhalten können. (grinst)
 
Wann wurde dir eigentlich klar, dass du lieber Rapper als Gitarrist werden willst?
Ich hatte irgendwann mal eine Wu-Tang-CD unter dem Weihnachtsbaum liegen. Weil ich die geil fand, kam ich relativ schnell zu Deutschrap. Als mir meine Eltern dann irgendwann eine klitzekleine Lappalie verboten ­hatten, war ich so sauer, dass ich erst zwei Mal gegen die Wand meines Zimmers schlug und schließlich meinen ersten Rap-Text schrieb. Wenig später schenkte mir eine Freundin eine CD mit frühen Songs von Kool Savas. Ich wusste damals nicht mal, wie man seinen Künstlernamen schreibt, aber ich fand ihn trotzdem übergeil. Irgendwann war ich auch mal in Wuppertal bei einer X-Mas Jam, bei der auch Savas auftrat. Ich stand in der ersten Reihe, dachte aber, Jack Orsen, damals sein Backup, wäre Kool Savas, weil ich noch nie ein Bild von dem gesehen hatte. (lacht)
 
Die Musik, die du damals als Olson Rough gemacht hast, war textlich wie ­musikalisch eher an Straßenrap angelehnt. Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich dazu brachte, das »Rough« aus deinem Namen zu streichen und dich künstlerisch neu zu orientieren?
Als »Rudeboy« damals erschien, war es schon ein Jahr alt. Ich wollte die Platte, als sie fertig war, nicht einfach auf Rapidshare hochladen und habe nach einer Plattform gesucht, die das Album vielleicht ein bisschen promoten würde. Von den gängigen HipHop-Plattformen hat sich aber niemand auf meine Anfrage gemeldet, also stellte ich die Platte einfach auf Myspace. Jedenfalls erzählen die Songs auf »Rudeboy« Geschichten, die zur ­Veröffentlichung bereits knapp fünf Jahre zurücklagen. Dann vergingen noch mal ein, zwei Jahre – und natürlich war ich mittlerweile ein ganz anderer. Warum hätte ich also immer noch davon erzählen sollen, wie ich mich als Jugendlicher geprügelt habe?
 

 
Du nutzt auf »Ballonherz« mehrere Orte, die mit einer starken Aura behaftet sind, um deine Sehnsucht nach der Ferne zu beschreiben. Warum sind Städte wie New York und Paris für dich spannende Stilmittel?
Zunächst mal natürlich, weil sie jedem bekannt sind. Jeder Jugendliche sitzt irgendwann in seinem Kinderzimmer vor dem Rechner und sieht, wie diese Orte glorifiziert werden und dass dort spannende Dinge passieren, die er vor seiner Haustür nie zu Gesicht bekommen wird. Genau deswegen sind sie ja solche Sehnsuchtsorte.
 
Inzwischen warst du tatsächlich an ­diesen Orten, zum Beispiel in Los ­Angeles. ­Haben diese fast schon ­mythisch ­aufgeladenen Großstädte für dich mittlerweile an Faszination verloren?
Nein. Los Angeles unterscheidet sich zwar ganz stark von Berlin, aber nachdem ich mich akklimatisiert hatte, fühlte ich mich dort sehr wohl. Als wir am Muscle Beach in Venice standen, die Sonne schien, das Meer rauschte und dazu auf dem Tennisplatz nebenan »Worst Behaviour« von Drake lief, da dachte ich auch: Alter, das ist schon der Himmel hier.
 
Drake taugt übrigens ganz gut zur Überleitung: Der ist ja ein Künstler, der in seinen Songs gerne und oft ­seinen ­Superstar-Lifestyle zelebriert. Du ­wiederum erwähnst auf »Ballonherz« ab und zu auch bekannte »Rich and Famous«-Insignien. Hast du tatsächlich als Kind davon geträumt, mal ein Star zu werden?
Ja, voll. Vor dem Spiegel in meinem Kinderzimmer tat ich früher immer so, als wäre ich wahlweise Campino von den Toten Hosen oder Nick Carter von den Backstreet Boys. Irgendwann habe ich auch mal in einem ­Poesiealbum auf die Frage, was ich mal ­werden will, geantwortet, ich wolle Rockstar werden. Daneben zeichnete ich mich mit schräg ­aufgesetzter Kappe und E-Gitarre. (lacht)
 
Deutschland hat bekanntermaßen ein eher schwieriges Verhältnis zur Verehrung von Künstlern als »Stars«. Dadurch, dass du das aufgreifst, wirst du mit Sicherheit anecken.
Das war mir natürlich bewusst. Es ist mir auch klar, dass es sehr gewagt ist, seine erste ­Single »James Dean« zu nennen. Aber mich stört das nicht, wenn sich Leute darüber aufregen.
 
Was willst du denn damit bezwecken?
Ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde, die Sichtweise dieser Leute auf das ­Starthema zu verändern. Meine Musik ist ja auch nur ein Angebot, das man nicht zwingend ­annehmen muss. Ich habe jedenfalls nicht die Intention, ­jemanden von meiner Coolness zu ­überzeugen. Ich mache das, worauf ich Lust habe. Ich nutze diese Keywords nicht bewusst, um etwas auszulösen. Ich hatte diese Bilder einfach im Kopf. Ich habe keinen speziellen Hörer vor Augen, wenn ich Songs schreibe.
 
Der Song »James Dean« rekapituliert eine Phase, die du offensichtlich auch selbst durchgemacht hast. Findest du es ­wichtig, dass du die Erfahrung gemacht hast, in dieser Berliner Szene- und ­Parallelwelt zu landen und erst mal eine Zeitlang sinnlos umherzudriften?
Voll. Es gibt ja genug Leute, die sagen, dass man in Berlin mindestens ein Jahr braucht, um so richtig anzukommen; und davor macht man erst mal die schlimmsten Fehler seines Lebens. In gewisser Weise trifft das auch auf mich zu. Ich finde es aber gut, dass ich dieses Pulver nun bereits am Anfang verschossen habe. Früher dachte ich, ich müsste wirklich jede Nacht raus, weil ich wie ein Kleinkind fürchtete, ansonsten irgendwas zu verpassen. Mittlerweile freue ich mich aber mehr über meine Auftritte am Wochenende und bleib dafür auch liebend gerne unter der Woche abends einfach zu Hause. Und ja, das kann man schon darauf schieben, dass ich dieses Party-Ding zeitweise bis zum Erbrechen zelebriert habe.
 
Letzte Frage: Hast du mal daran ­gezweifelt, dass dieses Album je ­veröffentlicht wird?
Nein, gar nicht. Ich habe mir immer gesagt, dass es am Ende am Wichtigsten ist, dass dieses Album gut ist. Ich habe mir nie Sorgen gemacht, ich würde den richtigen Zeitpunkt verpassen oder so etwas. Ich bin sehr froh darüber, dass ich nicht schon vor zwei Jahren ein Album rausgebracht habe. Das wäre richtig furchtbar geworden. Jetzt habe ich es aber geschafft, ein Album aufzunehmen, auf dem ich persönlich alles geil finde und für das ich nichts gemacht habe, worauf ich keine Lust hatte. Vielleicht wäre ich eine sichere Nummer gefahren, wenn ich für »Ballonherz« ein paar straighte Rap-Songs ­aufgenommen ­hätte, um irgendwelche Leute zu ­beschwichtigen, aber am Ende habe ich das mit Absicht nicht ­gemacht. Nun liegt es in den Händen der ­Hörer, was sie aus diesem Album machen. ◘
 
Foto: Chehad Abdallah
 
Dieses Interview ist erschienen in JUICE #161 (hier versandkostenfrei nachbestellen).
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