Macklemore: »Auf Xanax kann man nicht kreativ sein. Das Zeug macht einen zum Zombie« // Interview

Nach über zehn Jahren an der Seite von Produzent Ryan Lewis versucht sich ­Macklemore nun wieder als Solokünstler. Wenige Wochen vor Abgabe seines neuen Albums trafen wir den vierfachen Grammygewinner zum Gespräch in Berlin.

Marmor, Marmor und nochmals Marmor – eben noch hatte ich meinen Drahtesel ganz unprätentiös an ein Straßenschild gekettet, jetzt erschlägt mich die Opulenz dieser Lobby: Hotel de Rome, eine der absoluten Topadressen in Berlin. Wer hier nächtigt, der schaut nicht mehr aufs Preisschild. Die eigentliche Überraschung folgt kurze Zeit später: Manager, Promoter, Bodyguard? Fehlanzeige. Ehefrau Tricia öffnet mit Zahnpastalächeln die massive Zimmertür und heißt Macklemores deutschen Booking-Agenten und mich in der Suite willkommen, die dem jungen Ehepaar zwei lila Scheine pro Nacht wert ist. Noch zweieinhalb Wochen, dann will der Seattle-Native sein erstes Soloalbum seit zwölf Jahren fertigstellen. Stress? Nervosität? Nix da. Zeit für einen mittäglichen Plausch auf der anliegenden Dachterrasse bei drückender Julihitze? »Sure, have a seat …«

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich störe hier keineswegs den Erholungsurlaub von Mr. & Mrs. Haggerty. So kurz vor Abgabe des zweiten Albums seit dem internationalen Durchbruch mit »The Heist« vor fünf Jahren hat der Feinschliff der bis dato noch unbetitelten LP höchste Priorität. Statt zwischen Festivalbookings und Liveterminen in Europa immer wieder den kräftezehrenden Trip zurück nach Seattle auf sich zu nehmen, hat sich Macklemore genau zu diesem Zweck für ein paar Tage in einem Kreuzberger Studio eingemietet. »Ungefähr bei 97 Prozent – really fucking close«, seien die Arbeiten am Album fortgeschritten. Ben Haggerty checkt kurz das mit Diamanten besetzte Zifferblatt seiner Rolex Day-Date. Natürlich trägt er Tattoos und Goldschmuck, trotzdem ist der 34-jährige Familienvater in vielerlei Hinsicht die Antithese zu alldem, was der Normalo mit HipHop assoziiert. Und natürlich ist genau das Teil seines Erfolgs.

Doch egal ob als Solokünstler oder im Verbund mit Langzeitpartner Ryan Lewis: Der Kurs der Aktie Macklemore steht aktuell nicht mehr so hoch wie in den Monaten nach Veröffentlichung von »The Heist« – dem Album, das zum Unmut vieler vor fünf Jahren vier Grammys einheimsen konnte, während Kendrick Lamars Meisterwerk »Good Kid, m.A.A.d City« leer ausging. Den Unkenrufen aus der Szene zum Trotz, sieht sich Macklemore weiterhin weniger als Popstar denn als Rapper – ein Selbstverständnis, das ihn für die Arbeiten an der neuen LP zu Rhymesayers-Beatmaker Budo zurückführte. Der hatte bereits auf seinem 2005er Debüt »The Language Of My World« neun Tracks produziert, nun half er Mack, »etwas zu kreieren, das den Zeitgeist widerspiegelt, und in dem ich mich trotzdem wiederfinden kann«, wie er sagt. Apropos Zeitgeist: XXXTentacion und Xanax, Generationskonflikte und Glitzeranzüge – dass ihm dieses HipHop-Ding wie eh und je am Herzen liegt, stellt Macklemore im Gespräch recht prompt unter Beweis.

Du warst 2012 Teil der XXL Freshman Class, gemeinsam mit Künstlern wie ­Future, French Montana, Machine Gun Kelly und Danny Brown. Kannst du dir vorstellen, dass Künstler der 2017er-Auswahl in fünf Jahren noch ähnlich erfolgreich sind wie ihr heute?
Ich glaube kaum, dass irgendjemand damals unser Cover gesehen hat und mir auch nur im Entferntesten das zugetraut hätte, was mir in den letzten fünf Jahren gelungen ist. Dasselbe gilt für Future. Als ich mit Freunden über das diesjährige Cover gesprochen habe, fiel mir auf, dass die Diskussion bei Bekanntgabe der Freshmen immer wieder dieselbe ist. Nimm Lil Uzi Vert als Beispiel: der Typ ist ein Rockstar, jedenfalls in den Staaten. Ist das hier auch so?

Noch nicht. Aber ich war gerade beim splash! und davon überrascht, wie enorm die Reaktion auf Rae Sremmurd ausfiel. Die hatten auf derselben Bühne locker doppelt so viele Zuschauer wie Nas am Vorabend.
Es dauert länger, in Europa anzukommen. In den Staaten passiert alles so schnell, wenn du einen Hype hast. Neue Künstler sind heute aufgrund des Internets mehr denn je in der Lage, innerhalb kürzester Zeit eine enorme Fanbase aufzubauen. In Europa ist es noch nicht so wichtig, zu wissen, was diese Woche der heiße Scheiß ist, deswegen bleiben dir deine Fans länger treu. Meine Fanbase in Europa ist im Vergleich zu der Zeit, als ich Nummer-eins-Hits hatte, praktisch nicht geschrumpft.

»Heute versuche ich, offener zu sein. Ich will verstehen, wieso XXXTentacion oder Ugly God so gut ankommen.«

Du hast gerade die Geschwindigkeit angesprochen, in der aus Newcomern urplötzlich Superstars werden. Wie wirkt sich das auf dich als etablierten Künstler aus?
Ich bin kein Sprinter, ich sehe das Ganze eher als Marathon. Andere Künstler meinen, mit dem Tempo der Industrie mithalten und alle sechs Monate ein Mixtape veröffentlichen zu müssen. Ich will niemanden schlechtreden, der das macht, aber das ist nicht meine Strategie. Ich möchte ein Album lieber reifen lassen, von mir aus auch auf Kosten des Hypes, der zwangsläufig abflacht. Es gibt bloß eine Handvoll Künstler, die nur alle drei Jahre ein Album veröffentlichen und ihren Status innerhalb der Kultur trotzdem behalten können. Ich bin dennoch Fan der Jugendlichkeit, die viele neue Künstler gerade ausstrahlen. Genauso bin ich Fan von Trap-Sound, von Autotune, von richtigem Spitter-Rap. Das heißt aber nicht, dass ich mich davon zwingendermaßen in meiner Musik beeinflussen lasse.

Glaubst du, dass etwas mehr Offenheit aller Beteiligten dem Genre gut tun würde? Sollten die Jungen den Alten mehr Respekt entgegenbringen und vice versa?
Es muss interessant sein, jetzt gerade 17, 18 Jahre alt zu sein. So viele wichtige Rap-Platten sind entstanden, bevor diese Hörer überhaupt auf der Welt waren. Diesen Kids das zur Last zu legen, wäre so, als würde man mir vorwerfen, nicht alle Lyrics zu den Songs der Sugarhill Gang zu kennen – na klar kenne ich die nicht alle! Ich habe einen Haufen Sachen Anfang der Achtziger verpasst, weil ich noch nicht geboren war. HipHop hat sich immer weiterentwickelt – natürlich gab es Strömungen, die gehatet wurden. Ich kann mich noch gut an die »Shiny Suit«-Ära und daran erinnern, wie sehr Puff Daddy dafür gehasst wurde – meinem damaligen Verständnis von echtem HipHop entsprach das auch nicht. Aber heimlich fand ich die Musik eigentlich ganz dope. Wie widersprüchlich auch diese Annahme, man könne als weißer Vorstadtjunge aus der oberen Mittelschicht irgendwie bestimmen, was Teil der Kultur ist und was nicht. Heute versuche ich, offener zu sein. Ich will verstehen, wieso XXXTentacion oder Ugly God so gut ankommen. Die Movements, die diese Künstler aufgebaut haben, sind beeindruckend.

Für mich ist es schwer vorstellbar, dass Rapper wie 21 Savage oder Lil Uzi Vert in ein paar Jahren immer noch relevant und erfolgreich sind. Machst du dir im Bezug auf deine eigene Karriere viele Gedanken über Langlebigkeit?
Ich versuche, mir treu zu bleiben. Gleichzeitig hatte ich beim neuen Album so viel Spaß wie noch nie, Songs ohne tiefsinnige Aussagen zu machen. Andererseits will ich das volle Spektrum meiner Persönlichkeit präsentieren. Die Frage ist also: Wie schaffe ich es, das auszubalancieren? Ich halte nicht viel davon, nur eine bestimmte Rolle zu spielen, weil sich das besser vermarkten lässt. Was Uzi und 21 Savage angeht: Ich finde »Issa« ist ein dopes Album. 21 hat darauf einen Song, der sich mehr mit sozialen Missständen auseinandersetzt als alle Songs, die du auf meinem neuen Album hören wirst. Und selbst wenn du Leute wie 21 Savage nicht verstehst: Die jungen Kids heute hören genauso Kendrick, J. Cole und Chance The Rapper. Ich selbst habe früher auch nicht nur Conscious-Rap und Backpack-Zeug gehört, sondern fand eben auch manchmal Mainstreamsachen ziemlich gut.

Wo siehst du dich denn gerade selbst? Was ist deine Rolle im Game 2017?
Ich will nur das machen, wonach mir der Sinn steht. Das kann genauso gut Autotune wie Boombap sein. Ich will vielfältig bleiben. Ich hab keinen Bock, irgendwann zu merken, dass ich etwas Bestimmtes mache, weil es gerade besonders angesagt ist. Meine Musik macht mir derzeit wirklich Spaß. Natürlich hat das seinen Preis: Wenn ich jetzt auf einem Song Autotune benutze, wird das einen Teil meiner Fans vor den Kopf stoßen. Aber als Kanye »808s & Heartbreak« gemacht hat, haben das auch viele nicht verstanden und mit T-Pain verglichen; genauso, als Lil Wayne anfing, auf Tracks Autotune zu benutzen. Aber die Jungs waren Pioniere für vieles, was heute soundtechnisch im Rap passiert. Ich versuche, diese Stimme so gut wie möglich zu ignorieren, die mich ständig daran erinnern will, was die Leute darüber denken könnten. Das gilt für die Arbeit im Studio wie auch im Leben generell. Ich werde trotzdem nicht total vernachlässigen, wofür ich stehe.

Es gibt ja diese Faustregel, dass man 80 Prozent der Arbeit an einem Projekt innerhalb von 20 Prozent der Zeit erledigt und die letzten Prozent bis zur Fertigstellung einen viel größeren Zeitaufwand erfordern. Ist das bei dir auch so?
Ja, genau so läuft das bei mir auch. Ich versuche, mich während dieser Abgabephase nicht zu sehr zu stressen. Denn am Ende zählt, wie viel Spaß ich dabei hatte, das Album zu machen – nicht, wie gut es sich verkauft hat. Ich habe mich darüber erst gestern mit Budo unterhalten, der den größten Teil des Albums produziert hat. Wir arbeiten so hart an der Musik, dass oft die Zeit fehlt, alles zu reflektieren. »Glorious« ist jetzt gerade seit nem Monat draußen – das Video kommt super an, der Song läuft in den Staaten im Radio und klettert in den Billboard Charts. Aber eigentlich ist das ja alles gar nicht so wichtig. Wir erschaffen Dinge aus dem Nichts. Musiker zu sein ist ein bisschen so, als würde man seinen Lebensunterhalt mit Zauberei bestreiten: Wie der Zaubertrick genau funktioniert, ist nicht so wichtig – es geht vor allem darum, Spaß am Prozess des Zauberns zu haben.

Bist du denn mit dem Album glücklicher, als du es rückblickend mit »This Unruly Mess I’ve Made« bist?
Ich glaube, ich führe heute ein glücklicheres Leben. Und das spiegelt sich auch im Sound des Albums wider. Als wir eine Handvoll Songs fertig hatten, die ich Freunden zeigen konnte, war die erste Reaktion stets: Du klingst happy. Ich will nicht erzwingen, über politische Prozesse oder soziale Ungerechtigkeit zu sprechen, nur weil Donald Trump jetzt Präsident ist. Ich habe »Wednesday Morning« direkt nach der Wahl geschrieben, weil Trumps Wahlsieg das in mir ausgelöst hat. Ich mache deswegen jetzt aber keine ganze Platte über politische Themen. Etwas nur zu machen, weil man es als Nische entdeckt hat, ist doch wack. Bei »Same Love« war die Idee auch nicht, etwas zu sagen, das niemand sonst im Rap sagt – nein, ich wollte etwas ausdrücken, das mir sehr am Herzen lag. So ist das auch mit der neuen Platte: Ich will, dass man hört, wie es mir geht. Ich habe das Glück, in den letzten Jahren so großen Erfolg gehabt zu haben, dass ich das alles nicht mehr machen müsste. Ich könnte problemlos Hausmann werden und mich nur noch um meine Tochter kümmern. Aber ich bin immer noch hungrig.

Weil du gerade deine Tochter erwähnt hast: Wie hat dich die Vaterschaft als Musiker beeinflusst?
Man merkt, wie klein das alles ist. Dass man selbst nur ein klitzekleiner Teil des Universums ist, dass die Zeit begrenzt ist, die einem bleibt. Und ich habe realisiert, dass es im Leben um mehr als HipHop geht. Dass da jemand ist, der wichtiger ist als ich selbst. Und es hat meinem Leben Freude und Bestimmung gegeben, wie ich das noch nicht kannte. Die Musikindustrie macht einen zum Narzissten: In Interviews redet man die ganze Zeit von sich selbst, man überlegt sich, was man als Single auskoppelt, wie man sich auf den Pressefotos und in den Musikvideos darstellt. Das ist sehr eigennützig. Meine Tochter Sloane hat mir eine andere Perspektive auf die Welt ermöglicht.

»Und nennen wir das Kind mal beim Namen: Das ist ein ganz schöner Haufen Heroin.«

Du hast letzten Herbst mit »Drug Dealer« ­einen Song veröffentlicht, der sich explizit mit Schmerzmittelsucht und der Pharmaindustrie auseinandersetzt. Hast du je ­darüber nachgedacht, dass deine Musik durch solche Thematiken zu moralisierend klingen und sich das negativ auf deine Karriere auswirken könnte?
Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass Songs wie »Other Side«, »Starting Over« und »Drug Dealer« aus persönlicher Erfahrung entstanden sind. »Other Side« habe ich vor knapp zehn Jahren geschrieben – der Song hat meiner Karriere damals einen großen Schub verpasst. Auf »Drug Dealer« verschwende ich keine Zeit damit, anderen Künstlern ihren Drogenmissbrauch vorzuwerfen. Ich will auf solchen Songs nicht wie der Rapper mit erhobenem Zeigefinger rüberkommen. Mag sein, dass sich das trotzdem negativ auf meine Karriere auswirken könnte, aber …

… gleichzeitig hat dich »Drug Dealer« ins Weiße Haus gebracht.
Richtig. Und es gibt mir die Möglichkeit, das Wort für Menschen zu ergreifen, die mit ihrer Sucht kämpfen; Menschen, die von der Gesellschaft stigmatisiert und gemieden werden. Ich will eine Enttabuisierung von Themen wie Sucht, Entzug und Reha vorantreiben. Auch wenn sie sich nicht so gut verkauft haben wie »Thrift Shop«, »Downtown« oder »Can’t Hold Us«, hatten diese Songs kulturell die größte Wirkung. Viel wichtiger ist ohnehin, wenn ein Song jemandem auf persönlicher Ebene hilft. Das können solche Tracks viel besser als jeder Song aus einer Radio-Rotation.

Wenn Kendrick in »HUMBLE.« rappt: »Watch my soul speak, you let the meds talk«, kannst du diese Kritik dann nachempfinden?
Ja, absolut – Kendrick hat recht, und die Line ist dope. Es gibt aber auch von mir Zeilen, in denen ich andere Rapper noch viel expliziter für ihren Umgang mit Drogen kritisiere. Ich kann natürlich nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber: Auf Xanax kann man nicht kreativ sein. Das Zeug macht einen zum Zombie und ist verdammt gefährlich. Vielleicht hast du ein, zwei Mal diesen Spirit, wenn du drauf bist. Aber eine erfolgreiche Karriere darauf aufzubauen, dass man high von Lean, Xanax oder anderen Opioiden ist, geht doch nicht. Viele meiner Homies sind wegen dem Scheiß gestorben. Auch in der Rapszene mussten wir über die letzten Jahre mitansehen, dass viele Rapper ihrer Sucht zum Opfer gefallen sind. Das ist nicht cool. Noch schlimmer finde ich, wenn MCs darüber rappen, wie viele Drogen sie nehmen – und dann nicht mal die Hälfte davon wahr ist. Die Kids hören dir doch zu! Nicht nur Teenager, auch die Jugendlichen Anfang zwanzig. Gerade junge Hörer neigen dazu, das Gehörte als absolute Wahrheit aufzufassen. Das hat einen drastischen Effekt auf unsere Gesellschaft und auch auf HipHop als Kultur.

Die Hook des wahrscheinlich populärsten Rapsongs des Jahres lautet »Percocets, Molly, Percocets« aus Futures »Mask Off«. Spiegelt die Glorifizierung dieses Schmerzmittels die amerikanische Gesellschaft wider oder wieso ist das gerade im HipHop so prominent?
Es ist eine gute Spiegelung, ja. Aber der Beat ist großartig, Future rappt wirklich dope und die Hook ist unglaublich einprägsam. Wäre der Song ähnlich erfolgreich, wenn zwei andere Worte die Hook einleiten würden? Kann gut sein. Aber gleichzeitig zeigt es sehr akkurat unseren Umgang mit Schmerzmitteln in Amerika. Zum Vergleich: Ich hatte mir kurz vor dem Flug nach Deutschland eine wirklich schmerzhafte Rücken­verletzung zugezogen. Ich wollte aber kein opioides Schmerzmittel nehmen. Das belebt den Süchtigen in mir wieder, ich will sofort mehr. Der deutsche Arzt kam also zu mir und meinte: »Ich hab einen starken Painkiller für dich.« Ich wollte ihm das also erklären, aber er meinte nur: »Nein, es ist Ibuprofen.« In Amerika würde das niemand als Schmerzmittel kategorisieren – ich kriege das in rauen Mengen an jeder Ecke hinterhergeworfen, ohne dass es mir ein Arzt verschreiben muss. In Amerika hätten sie mir wahrscheinlich 30 Percocet-Tabletten gegeben. Und nennen wir das Kind mal beim Namen: Das ist ein ganz schöner Haufen Heroin. Dazu kriegst du dann noch ein paar Muskelrelaxanzien – Hauptsache, es knockt dich aus. Amerika befindet sich inmitten einer Epidemie im Bezug darauf, wie wir Schmerzen behandeln. Obwohl ich mich gestern kaum bewegen konnte: Es geht mir heute gut. Auch ohne all die Drogen, die mir ein amerikanischer Arzt wahrscheinlich verschrieben hätte. ◘

Dieses Interview erschien erstmals in JUICE #182 (Sep/Okt 2017).