Kanye West – Yeezus (2013) // Review

Kanye-Yeezus-Cover

Def Jam/Universal

 
Im Juni 2013 kratzte man sich am Kopf. Was war das nur für ein rohes Stück Musik, das Kanye West da auf seine Hörer losgelassen hatte? Die vorerst letzte Kanye-LP war so sperrig, dass sich viele schwertaten, die Soundästhetik und Herangehensweise als Schachzug nachzuvollziehen. Knappe drei Jahre später ist man sich immer noch nicht einig, auch, wenn sich die progressive Instrumentierung nach und nach erschloss und »Yeezus« ähnlich wie seine Vorgänger einen bleibenden Effekt auf HipHop und Pop gleichermaßen haben sollte. Kurz vor »T.L.O.P.« haben wir hiesige Rap-Künstler noch mal um ihre Meinung zu Kanyes sechstem Album gebeten.

»Ich mochte vor allem die Zerstörung und den Minimalismus an ‚Yeezus‘. Die ersten vier Songs klingen so, als hätte man das Sway-Interview musiziert. Nicht sein bestes, doch ein gutes Album. Aber danke an Gesaffelstein, HudMo und Brodinski.«

»’Yeezus‘ fand ich die ersten Male sehr nice, vor allem ‚On Sight‘, ‚I Am A God‘, ‚Blood On The Leaves‘. Bis auf diese Songs höre ich allerdings nichts mehr von diesem Albung.«

Ali As

Wie jedes Kanye-Album ein wunderbares Kunstwerk! Ich bewundere seinen Mut, auf alle Regeln zu scheißen und dabei neue Maßstäbe zu setzen. Außerdem feier ich, wie er Agent Sasco featuret und Capleton sowie Beenie Man schrägst samplet.

»Richtige Davids Gönnung«

»’Yeezus‘ war super dope. Der Song ‚Bound 2‘, aber erst recht das Video, is mein Fav von dem Album. Persönlich berührt hat mich das Album kaum. Ich bin aber großer Fan der Ästhetik des Albums. ‚Bound2‘ eines der besten Videos realrap.«

»Für mich eins der besten Alben der letzten Jahre, wenn nicht sogar das beste. Als es rauskam, hab ich’s immer wieder im Loop gehört, bis auf den ersten Song, der so krass übersteuert ist, haha. Von Album her mega!«

 
Die Yeezyografie – Kanyes Diskografie rezensiert von deutschen Künstlern:Kanye-West-Album-Cover_Collage-1