»Sunny Driveby« in elf Städten: Haiyti geht auf Tour und hat ein neues Video // Live

Starker Gastauftritt auf Trettmanns Sechs-Kronen-Album, angekündigtes Major-Album zu Beginn des kommenden Jahres, wachsende Fanbase im gesamten Land: Läuft bei Haiyti. Der Hustle ist also ganz real, doch das Nordlicht hat ein energetisches Level wie von einem anderen Stern und ignoriert Industrie- wie Internetregeln, um das zu tun, was sie immer tut: Machen. Da gibt es EPs, die knapp vor Mixtapes noch schnell in den digitalen Äther geschossen werden, Produktionen, die mal nach cool hingerotzt und mal nach auf Glanz poliert klingen und Videos, die in mundgerechten Portionen über Instagram serviert werden. All diese Dinge tragen zu zweierlei bei: Zum Einen ist Haiyti 2017 die unumstrittene Königen von Deutschrap. Zum Anderen ist sie dieser Rolle längst entwachsen: als Phänomen ist sie mit das Spannendste, was derzeit im deutschen Rapgame passiert – geschlechterunabhängig. In Zeiten, in denen über das Sexismusproblem im Deutschrap diskutiert wird, ist Haiytis künstlerischer Ausdruck so faszinierend wie polarisierend, so groß und somit auch so sperrig, dass es keinem mehr einfällt, Haiyti auf ihr Geschlecht zu reduzieren. Alle, die sowieso schon ein Messer unterm Herz tätowiert haben, freuen sich wie Bolle auf die elf Konzerttermine im kommenden Jahr. Alle anderen haben noch ein paar Monate Zeit sich überzeugen zu lassen: »Du bist in der Charité, nein, ich brauch‘ kein Alibi/Ich bin rich wie Arabi, verzauber‘ dich, Aladdin/Ey, hey, komm wir machen Party«.

23.02. Frankfurt, Zoom
24.02. Münster, Skaters Palace
25.02. Hannover, Faust
02.03. Köln, CBE
03.03. Zürich, Exil
04.03. Stuttgart, Im Wizemann
09.03. München, Hansa
10.03. Wien, Grelle Forelle
11.03. Leipzig, Täubchenthal
16.03. Berlin, So36
18.03. Hamburg, Mojo

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