Die fünf besten Afro-Trap-Tunes mit AsadJohn // Liste

mhd

Zum ersten Mal aufmerksam auf das Genre Afro Trap wurde AsadJohn durch ein Video in seiner Facebook-Timeline. Lauter kleine Jungs aus dem Block tanzten da in den Trikots großer Fußballvereine zu einem Uptempo-Beat und ein gewisser MHD rappte wohlgelaunt trotz der bebilderten Tristesse. »Champions League, Champions League« hallte es durch die Boxen und binnen kürzester Zeit spielte MHD tatsächlich in der Rap-Champions-League mit. Der von ihm geprägte Afro Trap ist zu einer relevanten Strömung hochgekocht, die von uns in einem längeren Text bereits abgehandelt wurde. Der Berliner Produzent (unter anderem für Haiyti) hat sich in letzter Zeit viel mit dem Subgenre auseinandergesetzt, MHD sogar interviewt und für uns die seiner Meinung nach fünf relevantesten Afro-Trap-Perlen zusammengesucht.

MHD – Afro Trap Part 1
MHD selbst sagt, er habe irgendwann in seinem Urlaub in Südfrankreich auf den Beat von P-Squares »Shekini« gerappt und sich dabei gefilmt, alles ins Internet gestellt und ist danach zum Strand gefahren. »Afro Trap Part 1« ist quasi ein Freestyle. Als er wieder zurück im Hotel war und seine Kanäle gecheckt hat, ist der Song bereits viral gegangen. So einfach geht das. Das Video dazu ist auch genial, aber simpel. Kleine Jungs aus dem Block rappen seine Parts und alle tanzen dazu. Leider ist auf dem Album ein anderer Beat verwendet worden, als beim ursprünglichen Freestyle. Warum macht ihr so was, P-Square? S/O an mdmx und redwood fürs Zeigen.

 

Y du V – FIBA
Ich finde Y du V (gesprochen igrik dü ve) ist das perfekte Gegenstück zu MHD. Seine Songs klingen um einiges rougher, aber die Beats sind trotzdem großartig. Es geht bei ihm nicht so sehr darum, ein Strandfeeling zu erzeugen oder Tiefgründigkeit zu mimen. In seinen Videos sieht man stabile Dudes, die Shisha rauchen und auf dem Schrottplatz rappen. Wenn man so will, dann ist Y du V der Afro-Trap-Star der Straße.

 

La Coza – Pogba
Ob La Coza oder Le Vendééé: Fußball ist meistens der Mittelpunkt in Afro Trap-Lyrics und -Videos. Ihr Star ist Paul Pogba. Spätestens nach seinen legendären Dabs bei der EM in Frankreich ist er ein Idol für die Jugendlichen in den Banlieues geworden. Zumindest stelle ich mir das vor, ich selbst war noch nie in Frankreich. Nichts­des­to­trotz finde ich, dass La Coza, BLACK BOOSTER und La Vendééé sehr gute Afro Trap Rap-Crews sind. Vieles hört sich vielleicht nicht danach an, als wäre es professionell abgemischt und gemastert worden, aber es geht hier ja Gott sei Dank primär ums Feeling.

 

Niska – Speingof
Niska ist eine Rapmaschine. Mit »PSG« hat er uns das bewiesen und mit diversen Radio-Freestyles nochmal untermauert, was er kann. Ich liebe seine Stimme, seine Flows und seine Beatauswahl. Seit »C’est bon« mit Sidiki Diabaté ist seine Afro-Trap-Tauglichkeit endgültig belegt. Mit Niska ist nicht zu spaßen – das zeigen »Speingof« und sein letztes Album »Zifikouro«!

 

Maahlox Le Vibeur – Tu montes, tu descends
Für mich ist »Tu montes, tu descends« eine komplett neue Welt. Es ist vielleicht nicht mal Afro Trap im französischen Sinne, aber der tanzbare Beat mit 808-Drums bildet eine gute Grundlage. Denn offensichtlich rappt sich da jemand die Zunge wund, ohne, dass es angestrengt klingt. Ich kenne wenig Rap aus Afrika, aber wenn das alles so klingt, dann immer her mit den Links!