Common & No I.D.

    Für solche Projekte wurde das Internet erfunden. Die Chi-Town-Produzentenlegende No I.D. trifft sich mit einer ganzen Horde talentierter Musiker, schließt sich mit ihnen in ein Studio ein und nimmt auf. Keine Informationen dringen nach außen, keine Internet-Promo. Nichts.

    Eines Morgens dreht man dann die übliche Blog-Runde und entdeckt einen neuen Song von No I.D. und Common . Aufregung. Neue Musik von Chicagos bestem Rap-Poeten (Word to Frau Obama) und dem »Godfather of Chicago HipHop«. Hinter dem Namen »Summer Madness« versteckt sich erwartungsgemäß kein nach zehn Minuten egaler Freetrack. No I.D. macht mit seinem live instrumentierten Beat einfach nur einen dieser wunderbaren Sommertage hörbar. Der Nachbar öffnet gekonnt und höchst illegal den städtischen Hydranten, die Kinder springen jauchzend durch das kühle Nass. Und Common raucht erstmal eine perfekt gerollte Sport-Zigarette und widmet seinen Text den Hustlern, die auch in der brütenden Hitze am Block ihren Geschäften nachgehen. Classic Material? Na klar.

    Der hervorragende Song selbst ist nur ein Mosaik-Stück der »The Pursuit EP«, die No I.D. selbst ins Internet einspeiste. Unter dem Projekt-Namen »Cocaine 80s« hat er sich mit zahlreichen Musikern und Songwritern in ein Studio gesetzt und, nun ja, gearbeitet. Herausgekommen sind hauptsächlich süßlich-schwere Songs zwischen Pop, R’n’B und Blues – und eben diese so tief in der HipHop-Tradition wie »The Corner« stehende Kollabo mit Common. Das Ergebnis bekommt man auf dem eigens eingerichteten Blog geschenkt, wenn man die EP in einem Tweet erwähnt.

    DOWNLOAD: Cocaine 80s – The Pursuit EP

    Tracklist:
    01 Nameless
    02 Summer Madness feat. Common
    03 To Tell You The Truth
    04 Get You Some
    05 Not No More
    06 Nothing
    07 Anywhere But Here