Chuck Inglish – WRKOUT

    Da sagt noch jemand kiffen schwäche den Tatendrang: Jedes Jahr zum Tag des heiligen Krauts (4/20) hauen die Künstler, die vom Tetrahydrocannabinol am meisten Gebrauch machen, unzählige kostenlose Güter für die benebelte Zuhörerschaft raus. So auch Chuck Inglish, der mit seinem 12 Track-starken Beat-Tape »WRKOUT« aus dieser Masse heraussticht. Als Produzent und MC der Cool Kids trug er keinen unwesentlichen Teil zur Entstehung des »Hipster-Rap«-Terminus bei, was auf »WRKOUT« wieder hörbar wird.

    Wenig Sample-Flipperei, dafür umso mehr eingespielte Synthie-Lines, schlicht pumpende Drums und tiefe Bässe, die sich an Afrika Bambaataa ebenso bedienen wie an temporären Dancefloor-Frickeleien eines Hudson Mohawke. »Beep, Beep«, das Teaser-Instrumental und ein ignorantes Brett vor dem Herrn, fragte bereits, »wer die Schlüssel zum Jeep denn hat«. In einem dicken SUV sollte man »WRKOUT« zum Feierabend auch pumpen, nachdem zuvor Chucks immer noch frisches »WRKING-Tape« rotiert ist, das im Januar erschien und als Vorgänger-Tape fungierte.

    Die Experten, die immer damit nerven, dass HipHop seit Jahren nicht mehr spannend sei und sich in zyklischer Langeweile bewege, sollten hier mal genauer hinhören. Denn Mr. Inglish ist einer der meist unterschätzten Produzenten in diesem Spiel, frag mal Rozay oder Mac Miller. Mit Letzterem sind die coolen Kinder gerade auf großer Macadelic-Tour. Und auch Kollege Sir Michael Rocks war nicht untätig und veröffentlichte gerade den Song »We Get High« und den eineinhalbsten Teil seiner »Premier Politics«-Mixtape-Reihe.

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    (cs)