YelaWolf feat. CyHi Da Prince & Pill - I Wish (Video)
Auf den ersten Blick wirkt YelaWolf alles andere als der typische Nullachtfünfzehn-Südstaaten-Rapper. Weiß, tätowiert und ziemlich skinny – der aufstrebende MC aus Alabama lässt unfreiwillig Vergleiche zu rebellischen Grenzgängern wie Kid Rock aufkommen, ist aber weitaus tiefer mit der Szene verwurzelt als der eben genannte Run DMC-Fan aus Detroit. Der Schein trügt eben manchmal doch. Dass Amerikas Süden nun mal nicht komplett auf den pompös vor Prahlerei strotzenden So Icey-Sound zu reduzieren ist, davon kann man sich gerade selbst auf YelaWolfs kostenfreien Mixtape „Trunk Muzik“ überzeugen, sollte man in den letzten Wochen versehentlich einen Bogen um Pill gemacht haben. Technische Eleganz, Flow-Gefühl wie Saigon in „Favorite Things“ und lyrisch 20.000 Meilen unter Gucci Mane. Umgehend abchecken!
JUICE # 127 (März 2010) mit exklusiver DVD
Während für Jecken die Fastenzeit langsam beginnt, hat sie für wissensdurstige Rap-Konsumenten endlich ein Ende. Im Zeitschriftenladen um die Ecke gibt es ab sofort die erlösende Alternative zum närrischen Dauermarathon und maskulinen Wintersportlerinnen in hautengen Körperkondomen – JUICE, Ausgabe 127. Auf dem Cover, Frauenarzt und Manny Marc in gewohnter Atzen-Pose; weiter hinten im Heft, Interviews mit Raekwon, Manuellsen und Freeway, die JUICE Awards 2009 und Naughty by Nature im „Kings of HipHop“-Special. Und als wäre das nicht schon Anreiz genug, liegt dem Heft auch noch eine DVD bei, die gespickt mit Live-Performances von Kool Savas, Olli Banjo und Co. den elektrisierenden Vibe der JUICE JAM 2009 in euren Wohnzimmern wiederauferstehen lässt. Nicht warten, kaufen!
Curren$y - Breakfast (Video)
Manchmal geht man einen Schritt zurück, um dann zwei Schritte nach Vorne machen zu können. So scheint es zumindest für Außenstehende, wenn man in "Breakfast" Curren$y mit innerer Gelassenheit und verschmitztem Grinsen spitten sieht - wie man es sonst nur von Devin The Dude, cruisend in seinem Lacville '79 gewohnt ist. Während der charismatische MC aus New Orleans im Dezember 2007 der Young Money-Riege um Lil Wayne noch den Rücken kehrte, hat er inzwischen in Damon Dashs gigantischem Glaskomplex DD172 ein neues Zuhause gefunden. Und wo das ehemalige Roc-A-Fella-Oberhaupt gerade seine Finger im Spiel hat, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten, siehe BlakRoc. Also Ohren für Curren$y sensibilieren, aber auch einmal mehr für Mos Def, der das passende Instrumental zum Frühstück servierte.
JUICE presents Dwele (Verlosung)
Aretha Franklin, J Dilla und Dwele haben alle eins gemeinsam. Sie kommen aus Detroit – oder treffender: Motown, der Stadt, die alleine in den Sechszigern fast so viele soulige Top-Ten-Hits hervorgebracht hat wie General Motors Autokarossen in Silbermetallic. Das heißt übersetzt, wer hier aufgewachsen ist, wurde quasi im Vorbeigehen musikalisch sozialisiert und die Frage lautet nicht, ob jemand ein Instrument spielt, sondern wie viele. Bei Dwele wären das Piano, Trompete, Bass und Gitarre. Und nicht zu vergessen, Dweles samtweiche Stimme, die einige vielleicht noch von Slum Villages smooven Evergreen „Tainted“ kennen. Wenn nicht, auch nicht schlimm: Um das Detroiter R&B-Soul-Jazz-Chamäleon live in Aktion zu erleben, verlosen wir zehnmal zwei Ticktes für seinen Auftritt am neunten März im Kölner Luxor. Ihr müsst nur folgende Frage korrekt beantworten: Welche drei Gast-Produzenten tauchen neben Dwele selbst in den Credits zu seiner zweiten LP „Some Kinda...“ auf? Die Antwort schickt ihr lieber heute als morgen an post(at)juice.de - inklusive Vor-, Nachnamen und dem Betreff: Dwele in Cologne (Online). Wer zuerst mailt, mahlt zuerst!
ACHTUNG! Für jede weitere Antwort ist es bereits zu spät. Die Gewinner stehen fest.
Sean Price - Figure Four (Video)
Mehr Anti-Hipster-Rap als Sean Price geht eigentlich nicht. So ist es auch kaum verwunderlich, dass Brownsville’s Finest keinen Seitenhieb gegen unmuskolöse, dünnbeinige Röhrenjeansträger auslässt. „Sean is a don, I don’t wear Sean John“, schallt es dementsprechend aus dem Kapuzenschatten eines bitterbösen Decepticon-Sweaters. Ähnlich wie Bret „Hitman“ Hart am Ringpfosten sollte „Figure Four“ für ordentlich Action im Vorfeld von P’s aktuellem Mixtape „Kimbo Price“ sorgen. Dass kürzlich erst das dazugehörige Video nachgereicht wurde, verpasst uns noch das köstliche Dessert für nach dem Release. Guten Hunger!
QTom - Your Music Rules!
Schon lange sind die Zeiten passé, in denen Musikvideos derart pixelig über den Bildschirm flimmerten, dass man sie in Tetris-Manier zusammen bauen musste. Heute ist alles scharf soweit das Auge reicht - auch wenn Fergie, Lil’Kim und Mariah Carey per Full-HD weitaus älter aussehen als eigentlich beabsichtigt. Also, alles wie gehabt, könnte man denken. Na ja, fast alles. Denn interaktives Musikfernsehen wie es QTom mit seinem HipHop und R&B-Channel anbietet, ist großes, aber vor allem innovatives Kino. Innovativ, meist inhaltsleere PR-Kosmetik, schielt regelmäßig auf die vordersten Plätze bei der Wahl zum Unwort des Jahres, steht in der Causa QTom aber für künstlich-intelligente Playlists, die an Skip- und Repeat-Mentalitäten der Fernsehenden individuell angepasst werden. Wenn dann auch noch Kool Savas, Olli Banjo und die Stieber Twins ihre Fahnen dafür hoch halten, darf man bei QTom schon mal auf dem Rapfilm hängenbleiben.
JUICE # 126 (Januar / Februar 2010)
Zum Abgriff bereit! Seit heute früh liegt Ausgabe 126 druckfrisch in den Regalen. Erst Unsigned Hype, dann Young Money, jetzt Titelstory der Januar/Februar-Ausgabe - Drake. Der urbane Massen begeisternde Shootingstar von Übersee gestattet im vertrauten Dialog Blicke auf den Menschen dahinter. Ungeschminkt, ehrlich, sympathisch. Weiterhin gibt es Interviews mit Samy Deluxe, Dead Prez, Frauenarzt aufs Auge; die JUICE CD auf die Ohren; einen Jahresrückblick gegen das Vergessen und Verlosungsgimmicks, die Weihnachten vergessen machen. Cop that ish!
JUICE Awards 2009 (Online-Umfrage)
Top oder Flop, dope oder wack - der Tag des jüngsten Gerichts naht. Mal wieder sind zwölf Monate ins Land gegangen und jetzt sind Eure Stimmen gefragt: Who's hot and who's not? Wer sahnt ab und wer geht leer aus bei den JUICE Awards 2009?
Ab sofort und bis zum 14. Januar 2010 nehmen Datenbanken eure ausgefüllten Online-Formulare entgegen. Einfach untenstehende Grafik durchdrücken bzw. http://juice.de/leserpoll/index.php?sid=83916&lang=de-informal aufrufen, votieren und mit etwas Glück im Vorbeigehen noch eines der unzähligen Verlosungspräsente abstauben. Get ready to vote!
Shyheim, Ty Nitty, Crippled, Fed Up & Bankroll - Givin’ Up (Video)
Zu den frequentesten Samples in knapp drei Jahrzehnten Rap-Geschichte gehört wohl zweifelsohne "Giving Up" von Gladys Knight & The Pips. Die legendäre Soul-Diva aus Atlanta war es auch die Mr. Motown, Berry Gordy, Ende der 60er eine aufstrebende Band namens The Jackson 5 wärmstens ans Herz gelegt hatte. Der Rest bzw. der folgenschwere Impact eines MJ auf HipHop-Wurzeln dürfte bekannt sein. Zurück zum Sample: Doujah Raze, DL Incognito, Lord Jamar, Mathematics, Nimzwai, R.A. The Rugged Man & J-Live konnten ihm nicht widerstehen; aktuell unterliegen der holländische Produzent Shroom und die New Yorker Entourage um Shyheim seinem Charme. Bis das nächste Mal genascht wird, dauert es aber sicher nicht mehr lange...
Dam-Funk - Mirrors (Video)
In Sachen Funk fehle es an Kontinuität, brachte es Dam-Funk in unserer November-Ausgabe treffend auf den Punkt. Während Run-DMC, Eric B. & Rakim die Golden Era des HipHop einleiteten, fielen im Umkehrschluss Funk-Künstler in die Ungunst der Plattenlabels. Und so betreibt das Stones Throw-Member mit seiner aktuellen LP "Toeachizown" quasi musikhistorische Aufarbeitung. Elektrofunk in Progression - lebendig urbaner Klang in schillernder LSD-Optik.



