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REVIEWS

Strong Arm Steady – Arms & Hammers

Als Talib Kweli seinerzeit das Roster seines Labels Blacksmith bekannt gab, war man etwas ratlos. Neben Jean Grae waren die drei Gestalten Krondon, Mitchy Slick und Phil Da Agony aka Strong Arm Steady schon allein der räumlichen Distanz wegen ein ungewöhnliches Signing, auch musikalisch war man aus den dreien bis dato nicht wirklich schlau geworden...

PA Sports – Streben nach Glück

Essen ist eine feindselige, trostlose Stadt. Ich war nur ein einziges Mal für 24 Stunden dort und würde es vorziehen, nicht so bald wieder dort hin zu müssen. Wenn PA Sports seine Heimat im Zentrum des Ruhrgebiets beschreibt, findet man diesen oberflächlichen Eindruck bestätigt. Essen ist für ihn ein Kriegsschauplatz...

Reks – R.E.K.S.

Das Prädikat »underrated« findet ja nicht erst dieser Tage zu inflationärem Gebrauch. Klar, denn gibt es einen schöneren Wermutstropfen für unzufriedene Künstler? Schuld sind Medien oder gar Konsumenten, die das große Talent einfach verkannt haben...

Saigon – GSNT

Atlantic will den unbedingten kommerziellen Erfolg, Saigiddy will lyrische Qualität, soziales Bewusstsein und zeitlose Beats. 2007 platzt ihm schließlich der Kragen. Es kommt zum Streit mit Just Blaze, zum Rechtsstreit mit Atlantic und mit beidem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er »seine« Geschichte tatsächlich niemals veröffentlichen werden darf – der geplante Albumtitel wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung...

Review: Kayo – Des sogt eigentlich ois

Wer den Albumtitel auf Anhieb versteht, hat den Schlüssel schon im Schloss. Denn der Zugang zur Kunst des Linzers, Wahl-Wieners und Rap-Veteranen Kayo passiert – wie das im Rap so üblich ist – zu 50 Prozent über die Sprache. Und die ist in seinem Fall eben nicht Hochdeutsch...

Review: Beastie Boys – Hot Sauce Committee Part Two

Die ewig coolen Beastie Boys: Durchforstet man seine ­Popkultur-Erinnerung nach ­Konstanten in Sachen Coolness, dann waren diese drei Typen seit ihrem Auftauchen Mitte der Achtziger eigentlich immer ganz vorne mit dabei. Die Beastie Boys waren schon als ­besoffene Grölheimer die Coolsten...

Review: Snoop Dogg – Doggumentary

War also tatsächlich noch ein Wortspiel über für Album Nummer mindestensdreizuviel. Was genau aber gibt es noch zu doggumentieren im Leben des bald 40-jährigen Calvin Broadus? Kushkonsum natürlich, Handfeuerwaffen, das Klima, »hoes with double D’s in line to juggle deez«, und alles andere, was auch vor zwei, zwölf und hundertfünfzig Jahren schon...

Booba – Lunatic

Ein schwarzer Lamborghini Gallardo spurtet einen palmengesäumten Highway entlang. Ryan Leslie trägt Sonnenbrille und Lederjacke, als er auf den Parkplatz der Hit Factory braust. Booba fläzt betont lässig in rotem Unkut-T-Shirt und farblich abgestimmtem Cap auf einer Ledercouch und tippt Texte in sein Blackberry, während der Beat läuft...

Talib Kweli – Gutter Rainbows

Die letzten Releases von Talib Kweli, seien es nun das 2007er Soloalbum »Eardrum« oder die letzte Reflection Eternal-Platte mit DJ Hi-Tek, waren allesamt kommerziell erfolgreich und zugleich Kritikers Liebling. Es gibt also eigentlich keinen Grund, dem fünften Album des MCs aus Brooklyn kritisch entgegen zu sehen...

Morlockk Dilemma – Circus Maximus

2010 hat Morlockk Dilemma nicht nur eisern gefegt und böse getourt, sondern mit Partner Hiob auch noch die Postapokalypse eingeläutet – manch einem wäre das kreativer Output genug, um sich für eine Weile zurückzulehnen und mal ganz entspannt die verursachten Verheerungen zu beobachten. Aber kaum sind die eingeweichten Silvesterböller auf den Straßen optisch zu Hundekacke mutiert...

Massiv – Blut gegen Blut 2

Dass das Sequel zu seinem klassischen Gangsta-Opus »Blut gegen Blut« in puncto Härte ein mindestens würdiger Nachfolger werden würde, hat Massiv ja schon im Interview angekündigt. Und so, wie sich »Blut gegen Blut 2« nun präsentiert, hat der mittlerweile independent agierende Wahl-Weddinger den Mund offenbar nicht zu voll genommen...

Tua & Vasee – Evigila

Wenn sich mit Tua und Vasee zwei der Künstler im deutschen Rap zusammentun, die sich schon immer durch ihr besonderes Kunstverständnis auszeichneten, ist es kein Wunder, dass sie auf ihrem gemeinsamen Album »Evigila« einen Ort erschaffen haben, der die Ängste, Sorgen und Bedenken der Menschen in einer fiktiven Stadt bündelt...

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