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Dendemann – Vom Vintage verweht

Mittwoch 24. März 2010, 21:57 Uhr. Verdammt, Durchlauf viereinhalb, der Chefan drängt auf Textabgabe, und ich mag das immer noch nicht. Natürlich mag ich es nicht. Wie für jeden anderen aufrechten Rap-Fan mit Erstsozialisierung zwischen 1869 und 2047 hat sich auch für mich ein Dendemann-Beat erst mal so anzuhören wie eine minimal feinjustierte Version von “Ich so, er so”...

Method Man, ­Ghostface Killah & Raekwon – Wu-Massacre

Das von eisenharten Wu-Fans schon seit einem Dreivierteljahr sehnlichst erwartete Kollabo-Projekt “Wu-Massacre” kann man streng genommen nicht mal als Album bezeichnen. “Mogelpackung” trifft es wohl eher. Nicht nur, dass das Albumcover hart von Duck Downs “Triple Threat” gebitet ist. Auch musikalisch ist die kreative Ausbeute eher mager...

Maeckes – Kids

Gut möglich, dass man mit einer “Kids”-Rezension so kurz nach Release einfach nur auf die Fresse fliegen kann. Denn zu diesem Zeitpunkt der Rezeption, an dem sich andere Alben aus unserem Lieblingsgenre bereits völlig entblättert haben und schon ihren Reiz zu verlieren drohen, da fängt “Kids” erst richtig an...

Sadat X – Wild Cowboys II

Seine nölige Quäkstimme und sein eigenwilliger, verstolperter Offbeat-Flow spalten Rap-Fans seit gut 20 Jahren in Anhänger und Hater. Kanonisch einigte man sich nach der Trennung von Brand Nubian darauf, dass Grand Puba der unantastbare Swagger-Papa und Lord Jamar ein unspektakulärer, aber durchaus okayer Conscious-MC sei. Nur Sadat X wusste die Geister wirklich zu scheiden: Entweder liebte man seine seltsam nervige Delivery, man hasste sie abgrundtief oder man wechselte seine Meinung je nach Tagesform – zu Letzterem tendierte ich selbst...

Prinz Pi – Illuminati

Dass Prinz Pi als einer der produktivsten Rapper der westlichen Hemisphäre gilt, ist ja schon länger gemachte Sache. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass aus der angedachten “Illuminati”-EP in Kombination mit ein paar Reissues und Bonustracks dann doch (wieder mal) ein ganzes Album geworden ist. Und wie der Name vermuten lässt...

Breakage – Foundation

Der Brite James Boyle alias Breakage hat als Produzent die engen stilistischen Grenzen von Drum’n’Bass für sich und seine Musik nie akzeptiert. So verwundert es auch nicht, dass er sich in letzter Zeit immer stärker dem Dubstep zugewandt hat. Bereits sein 2006 veröffentlichtes Debütalbum, “This Too Shall Pass”, ließ erahnen, welche Sprengkraft in seinen Soundvisionen steckt...

Deichkind präsentiert Papa Professionell

Vor gut einem Jahr ist Produzent Sebastian Hackert in seinem Hamburger Heim verstorben. Er wurde nur 32 Jahre alt. Bis heute sind keine genauen Details der Todesursache bekannt, doch auch ohne diese Fakten dürfte klar sein: Hier ging einer der wichtigsten deutschen Musikproduzenten von uns. Auch wenn die Medien gerne die Überschrift nutzten, dass mit Sebi Hackert “Deichkinds Produzent” verstorben sei, so war der Soundtüftler doch mehr als nur ein Teil dieser überaus erfolgreichen Gruppe...

DJ Khaled – Victory

Wer im richtigen Leben gern auf dicke Hose macht, der wird an diesem Album garantiert seine Freude haben. DJ Khaled lässt auf seinem vierten offiziellen Longplayer jedenfalls kaum etwas unversucht, sich stets als omnipotenter musikalischer Kraftprotz in Szene zu setzen. Der DJ und Produzent aus Miami hat sich dafür wie gewohnt...

Farid Bang – Asphalt Massaka 2

Farid Bang. Das ist einer, der dir und deinen Freunden früher auf der Dorfkirmes das Taschengeld abgezogen hätte. Einer, wegen dem man im Bus nicht ganz hinten sitzen durfte. Einer, der dabei aber aufgrund seiner Schlitzohrigkeit dennoch so unfassbar sympathisch war, dass man ihm trotz aller Flausen gar nicht so richtig böse sein konnte. Genau dieses Konglomerat aus Dreistigkeit, Wortwitz und Maghreb-Charme...

Kool Savas – John Bello Story 3

Schon nach dem ersten Hördurchgang ist klar: ­Dieses Album ist groß. Es drängt sich einem unweigerlich die Frage auf, warum das Gehörte überhaupt noch unter der “John Bello”-Reihe läuft und nicht einen eigenständigen Kool Savas-Release bildet. Denn: “JB3” führt den Begriff des Mixtapes als...

Ludacris – Battle Of The Sexes

Kennt ihr das? Bei jedem neuen Release vom guten Cris hoffen, dass er endlich die ultimative, in sich schlüssige Next Level-Scheibe abliefert? Ist doch ohnehin jeder mit Bruder Luda unten und seine Flow- und Rhyme-Skills längst zwei Stufen über unfickbar...

Nazar & RAF Camora – Artkore

“Artkore” heißt der erste gemeinsame Release der beiden Wiener Nazar und RAF Camora, und der muss sich vor dem, was der 12. März sonst noch auf Rap in D losließ, nun wirklich nicht verstecken. Das fängt schon damit an, dass die zwei bei Qualitätsgaranten wie Sti, m3 & Noyd oder PhreQuincy – und sich selbst übrigens auch – zielsicher die Rosinen gepickt und...
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