JUICE # 127 (März 2010) mit exklusiver DVD
Während für Jecken die Fastenzeit langsam beginnt, hat sie für wissensdurstige Rap-Konsumenten endlich ein Ende. Im Zeitschriftenladen um die Ecke gibt es ab sofort die erlösende Alternative zum närrischen Dauermarathon und maskulinen Wintersportlerinnen in hautengen Körperkondomen – JUICE, Ausgabe 127. Auf dem Cover, Frauenarzt und Manny Marc in gewohnter Atzen-Pose; weiter hinten im Heft, Interviews mit Raekwon, Manuellsen und Freeway, die JUICE Awards 2009 und Naughty by Nature im „Kings of HipHop“-Special. Und als wäre das nicht schon Anreiz genug, liegt dem Heft auch noch eine DVD bei, die gespickt mit Live-Performances von Kool Savas, Olli Banjo und Co. den elektrisierenden Vibe der JUICE JAM 2009 in euren Wohnzimmern wiederauferstehen lässt. Nicht warten, kaufen!
JUICE # 126 (Januar / Februar 2010)
Zum Abgriff bereit! Seit heute früh liegt Ausgabe 126 druckfrisch in den Regalen. Erst Unsigned Hype, dann Young Money, jetzt Titelstory der Januar/Februar-Ausgabe - Drake. Der urbane Massen begeisternde Shootingstar von Übersee gestattet im vertrauten Dialog Blicke auf den Menschen dahinter. Ungeschminkt, ehrlich, sympathisch. Weiterhin gibt es Interviews mit Samy Deluxe, Dead Prez, Frauenarzt aufs Auge; die JUICE CD auf die Ohren; einen Jahresrückblick gegen das Vergessen und Verlosungsgimmicks, die Weihnachten vergessen machen. Cop that ish!
JUICE mit exklusiver EP von Kool Savas ab sofort am Kiosk
Es gab Gil Renard in "The Fan", Eminems Suizid begehendes Spiegelbild Stan und jetzt legt Kool Savas mit "Butterflys" in der Reihe fanatischer Fan-Exemplare nach. Ein kleines Mädchen, die ihre Tränen nach "Der Beste Tag meines Lebens" in den Ärmeln ihres Optik-Sweaters trocknet, bittet um Audienz beim King of Rap. "Butterflys", mit einem herrlich unter die Haut gehenden Alicia Keys-Sample aus ihrer gleichnamigen Jazz-Ballade, ist aber nur ein Vorgeschmack anregendes Fünftel der exklusiven Essah-EP "Was hat S.A.V. da vor?", die der neuen JUICE beiliegt. Ab sofort ist das wilde Magazin-Savas-Bundle am Kiosk erhältlich. Schnellstens abgreifen - sonst weg!
JUICE # 125 (Dezember 2009) mit exklusiver EP von Kool Savas
Deutschland, es wird ein heißer Winter! „Was hat S.A.V. da vor?“ und was hat das mit der neuen Ausgabe der JUICE zu tun? Lange tappten investigative Blogger im Dunkeln; jetzt ist endlich an der Zeit, das große Schweigen zu brechen. In der kommenden JUICE, die ab dem 20. November neongelb aus den Kioskregalen prunkt, steckt nicht nur ein, sondern gleich zwei Silberlinge. Kein Geringerer als Kool Savas, der King of Rap in Person, schmeißt nämlich einfach mal eine ganze EP, inkl. Cover, CD-Case und Co., als exklusive Sahnestück zwischen die fruchtigen Magazinseiten. Das fünf Track und ein Video starke Schmankerl namens „Was hat S.A.V. da vor?“ gibt es ausschließlich im Paket mit 130 Seiten HipHop-Grundversorgung und sonst nirgendwo anders. Und als wäre das nicht schon genug, lautet die upcoming Titelstory auch noch „Die 20 Besten Deutschen MCs“. 100 ausgewählte Insider, Labelmitarbeiter, Autoren, Veranstalter, DJs und Produzenten haben die letzten Wochen fleißig votiert und Rap-Deutschland in eine hierarchische Form gepresst. Ihr dürft gespannt bleiben. Nicht JUICE kaufen im November – geht nicht!
JUICE #124 (November 2009)
Ab heute ist die neue JUICE am Kiosk um die Ecke erhältlich. Neben der Titelstory mit sido gibt es einen Rückblick auf zwanzig Jahre Gang Starr, Interviews mit Snaga & Pillath, der Sekte, Massiv, den Orsons, Moses Pelham, Asher Roth, Cormega und und und...
Nachruf: R.I.P. Baatin of Slum Village (1974-2009)

von Alex Engelen, NY
Vergangenen Samstag verstarb Detroit-Rapper und Slum Village-Mitglied Titus „Baatin” Glover im Alter von 35 Jahren. Genaue Umstande über seinen Tod sind noch nicht bekannt, für die HipHop-Community bedeutet sein Ableben jedoch nicht nur den Verlust eines talentierten, unterschätzten und außergewöhnlichen MCs, sondern auch die traurige Gewissheit, dass zwei Drittel der Original-Besetzung von Slum Village nicht mehr am Leben sind. Im Februar 2006 verstarb James „J Dilla“ Yancey an den Folgen seiner Lupus-Erkrankung. Slum Village haben weit über ihren kommerziellen Erfolg hinaus Rap im Allgemeinen und Rap aus Detroit im Speziellen beeinflusst. Dillas Beats gaben und geben weiterhin Blaupausen für Produzenten mit Traditionsbewusstsein und Genre-übergreifendem Weitblick zugleich und T3, Baatin und Elzhi repräsentier(t)en das Profil des modernen Lyricists einer Post-Rakim/Post-Nas-Generation. Seit den Spätneunzigern veränderte sich immer wieder die Besetzung Slum Villages – Baatin verließ die Gruppe wegen gesundheitlicher Probleme im Jahr 2002 und wurde bald darauf von Elzhi ersetzt, aber in den vergangenen Monaten tauchten Berichte über ein Comeback mitsamt Baatin auf. Mitte September soll das neue Album „Villa Manifesto“ erscheinen. In diversen Medien erklärten Slum Village, das Baatin seine Schizophrenie und andere gesundheitliche Probleme in den Griff bekommen hätte, auf der amerikanischen Rock The Bells-Tour stand man erst kürzlich gemeinsam auf der Bühne. Umso überraschender ist jetzt sein plötzliches Ableben.
Die traurige Nachricht über den Tod Baatins geht einher mit immer neuen Mitteilungen über den stetigen Niedergang Detroits, der Heimatstadt Slum Villages. Trotz der darbenden Wirtschaftslage der einstigen Motown-Metropole und alarmierenden Kriminalitätsraten reißt der Strom der qualitativen Rap-Erzeugnisse aus Detroit jedoch nicht ab. HipHop-Autor und Detroit-Experte Nelson George sprach kürzlich im JUICE-Interview über den musikalischen Einfluss der Motorstadt und teilte seine Meinung über die traurige Wahrheit einer künstlerischen Realität, die in traurigen Zeiten wie diesen zumindest geringen Trost spendet.
Wieso hat Detroit nach wie vor einen so großen musikalischen Einfluss?
Nelson George: Seit dem Ende von Motown hat Detroit Madonna, Kid Rock, Eminem und Techno hervorgebracht. The White Stripes nicht zu vergessen. Das ist verdammt einflussreich. Detroit ist eben eine klassische Arbeiterstadt in einer von der Industrie geprägten Gegend. Es gibt dort tausende Jugendliche, die ihre Zeit in dunklen Kellern mit Musikinstrumenten totschlagen. Außerdem hat die Stadt natürlich eine lange Tradition musikalischer Innovationen. In Detroit ist schon immer viel mehr abgegangen als nur Motown. Ich kann jetzt nicht genau sagen, was davon übrig geblieben ist, weil die Stadt gerade so schwere Zeiten durchmacht, aber immerhin kommen zwei der kommerziell erfolgreichsten Künstler der letzten fünf Jahre – Kid Rock und Eminem – aus Detroit. Beide leben auch immer noch dort. Gut, ich weiß, dass Jack White gerade weggezogen ist, aber auch Jack White ist auf jeden Fall ein Produkt der Club-Szene Detroits. Detroit hat es einfach. Manche Orte haben es einfach – Brooklyn hat es, New Orleans hat es und Detroit hat es.
Bei allen spielt auch ein gewisses destruktives Element mit?
Natürlich, dieser Konflikt ist unvermeidlich. Kunst entsteht aus Widerspruch. Glückliche Menschen machen keine gute Kunst. Kunst wird nicht von selbstzufriedenen Arschlöchern gemacht. Selbstzufriedenheit kommt der Kunst nicht zugute. Konflikt und Widerspruch sind gut. Schmerzen und Qualen sind gut. Künstler ohne Schmerzen und Qualen sind langweilig.
Rest in Power Titus „Baatin” Glover.
JUICE #121 08/2009 (Cover)
Ab heute bei den Abonnenten, ab Freitag am Kiosk: die neue JUICE.

JUICE #120 Cover
So, ab heute gibt es die neue Ausgabe am Kiosk. JUICE, brutal, gutaussehend.

20/20 HipHop Special von 1981 (Video)
Wir alle wissen heute, was HipHop ist und wo er herkommt. Aber wenn Mainstream-Medien darüber berichten, kann es schon mal recht gruselig werden. Dass es aber 1981, als eigentlich noch niemand wusste was HipHop ist, ein Mainstream-Medium fertig brachte, etwas zum Thema zu produzieren, das so umfassend und erklärend ist, wie dieser TV Bericht des ABC-Magazins "20/20", ist fast schon unglaublich. Faszinierend ist dabei auch, dass viele zukünftige Entwicklungen im HipHop, hier schon angerissen werden, sei es Kommerzialisierung in Form von Werbung, Hipster-Rap, der Einsatz von HipHop in der Jugendarbeit und Erziehung etc.
Eine Sache ist allerdings auffällig: Es ist immer von "Rap" die Rede, bis zu dem Punkt, als Rap um eine physische Komponente erweitert wird. Diese zusätzliche Ausdrucksform wird "Breakdance" genannt, obwohl die Kids selber von "Rockin'" sprechen. Und es ist nicht einmal die die Rede von "HipHop", außer, wenn die Reime der Sugarhill Gang zitiert werden, und es ist auch nicht ein einziges Mal die Rede von Graffiti. Das passt zu der Szene in "Wild Style", als Fab 5 Freddy zu Lee sagt: "It's about time we get some publicity for this god damn rap shit!" Auch hier kommt der Begriff "HipHop" nicht vor.
Es ist also ganz offensichtlich, das unsere Kultur ihren Namen und ihre Form mit den drei Elementen Musik, Tanz und Malerei erst gegen 1982 erhielt, was durch die weltweite mediale Verbreitung dann so manifestiert wurde.
Demo des Monats Juni: Choleriker

Mit seinem "Wahnsinns-Demo" "Mann der Moderne" hat's der Dilemma-Backup Choleriker diesmal auf den Topspot geschafft. Völlig, zurecht, natürlich: Snippet und ein paar dufte Remixe gibt's auf seiner MySpace-Seite.



