Blu x Danny Brown

    Blu hat wieder mal seine Output-Tage. Er lädt ein paar neue, unzusammenhängende Solo-Tracks (»Lemonade«, »Dope Rap« »Comfy In The Truck«) hoch und produziert mit Mainframe (als Johnson&Johnson) ein Album für Danny Brown. Der verheißungsvolle Warner-Deal ist irgendwo zwischen »No York« und seiner abstrusen, voreiligen Veröffentlichungspolitik aufgelöst worden. Der ernüchternde zweite Teil seiner Exile-Zusammenarbeit »Give Me My Flowers While I Can Still Smell Them« erschien letzten Winter kurz ungemastert auf Bandcamp, ging dann wieder offline und wurde jetzt erst regulär veröffentlicht. Kommt dieser Blu noch klar?

    »Lemonade«. Unspektakulär aber effektiv. Ein repetitives Gitarren-Lick von Beat Make Jake, auf das Exile Gurus »DWYCK«-Zeile cuttet: »Lemonade was a popular thing and it still is.« Wenn das Leben dir Limonen gibt, dann spuckst du im Idealfall wie Blu: »Notorious deals, the film’s foreign/Built for the love, but the realest still storm«.

    »Comfy In The Truck«. DJ Babu schnippt zum Klavier und der Kalifornier beschreibt altes Suchtverhalten, erschien auf dem »Closed Sessions Vol. 2«-Mixtape.

    »Rap Dope«. Die Essenz aus Long Beach, verträumten Synthies und Maui-Wauwi-Überresten.

    Blu – Rap Dope

    via 2dopeboyz

    Viel wichtiger, was in der täglichen Informationsflut unterging, das Album-Projekt »Danny Johnson«. »The purple baby. Yes, the Danny Johnson album will be one of the six that are coming out on New World Color. Hell yeah. We’re just got production on it. Yeah, Johnson&Jonson produced it and it’s all Danny’s raps«, sagt Blu. »Change« ist schlicht, traditionell und kling weniger nach »Blunt After Blunt«-Danny als nach dem »Party All The Time«-Danny: »Look how it all can change/It feels strange when they say you change/But think about it man change your life/Change your car, change your crib, change your wife«. Der Detroiter MDMA-Experte und Pitchfork-Comic-Held mag Veränderungen, Blu ja auch und wir doch auch.

    (cs)