50 Weed-Hymnen

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41 Harris
»Wo’s mein Gras?« (2007)
Auf dem Neptunes-Beat zu »Drop It Like It’s Hot« macht Harris genau das, was er eigentlich immer macht: Spaß haben, GBZ-Style. Vielleicht nicht die beste Idee der Welt, aber hey: Es ist Harry, es geht um Weed. Nuff said. (ama)

 
42 UGK
»Swishas & Dosha« (2007)
Man sollte nie betrunken Auto fahren. Schon gar nicht sollte man Promethazin in einen Plastikbecher schütten, einen Kirschlolli, Limonade und Eiswürfel hinzufügen, das Gebräu in den selbstgebauten Becherhalter des Gebrauchtwagens stellen, sich einen Dübel anzünden und mit 17 km/h und vier verstrahlten Homies durch die Kleinstadt düsen. Aber Scheiße, wieso hat man nach diesem Port Arthur-Banger auf genau diesen Blödsinn Lust? Wie kann so etwas Schlechtes so verlockend und großartig klingen? (nn)

43 The Alchemist feat. Evidence & Styles P
»Calmly Smoke« (2008)
Diese drei müssen nicht erst ins Hanf-Forum schauen, um nach den Heilmittelvorteilen ­cannabinoider Gewächse zu suchen. Man weiß um die Wirkung von Cannabis als lokales Analgetikum. ALC hält der Rauch zum Beispiel alle Probleme vom Leib. Problemlos zaubert er so ­psychedelische Glockenspiel-Wahnsinnigkeiten aus seinem »Cookbook«. Ghost fügt an: »Alchemist get you niggas higher than a New York City building.« So einfach ist es. (ae)

 
44 Kid Cudi feat. Chip Tha Ripper
»Hyyerr« (2009)
Auch wenn in den Staaten eine Weile vor allem die Hustensaftfraktion die Trends in Sachen ­Drogenmissbrauch setzte – Weed kommt nie aus der Mode. Und weil man auf Gras nicht nur herrlich albern sein, sondern auch gerne mal melancholisch bis depressiv werden kann, passt das Kraut auch sehr gut zum Opus des Lonely Stoners Kid Cudi. Eigentlich ist die ganze Story vom Mann im Mond nämlich ein Kifferalbum. (ml)


 
45 CunninLynguists
»Never Come Down (The Brownie Song)« (2009)
Ja, auch kulinarische Köstlichkeiten können mit Hilfe der Marihuana-Pflanze gezaubert werden. Die ansonsten thematisch eher abstrakt-depressiven Southern Boys müssen ihre Köpfe halt auch mal ausschalten. Clevere Lines gibt es trotzdem (oder gerade deswegen?): »This weed is Neil Armstrong, I’m on the moon blown.« (ao)

 
46 E-40 feat. Stresmatic
»The Weed Man« (2010)
Die Wien-Hymne seit dem »Am Strom«-Festival 2010. Einen schwergewichtigen Rapper namens Funky Cotletti, bei dem wir am frühen Morgen nach dem Festival strandeten, stellte mir der Kumpel Brenk mit E-40s Chorus vor: »I know the weed man.« Er sollte Recht behalten. (scs)

 
47 Wiz Khalifa
»Up« (2010)
Ein Plätzchen im Schatten, eine Flasche Orangensaft und ein dicker Doobie, dazu dieser Song im Ohr – mehr brauchte man im Spätsommer 2010 nicht, um gut drauf zu kommen. (om)

 
48 Curren$y
»Breakfast« (2010)

Frühstück! Die Musik des Hot Spitta aus New Orleans gehört zu den besten Stimmungsaufhellern, die man für Geld kaufen kann. Niemand sonst vermag es so konstant und stilsicher, seinen Stoner-Lifestyle in Musik umzusetzen. Wenn man »Breakfast« hört, glaubt man Curren$y tatsächlich, dass er jeden Morgen mit Gras und O-Saft beginnt. Aber kennt ihr einen einzigen notorischen Kiffer, der auch nur ansatzweise so viel wie dieser ­Bursche arbeitet? Eben. (se)

 
49 Smoke DZA feat. Asher Roth, Devin The Dude, Curren$y & June Summers
»Marley & Me (Remix)« (2010)
Die Neuen mit dem Alten – derber grüner Posse-Cut. Smoke DZA macht seinem Namen alle Ehre. (pl)

 
50 Danny Brown
»Blunt After Blunt« (2011)
Wieso auf Teufel komm raus versuchen, Racks on Racks zu stapeln, wenn man auch Blunt after Blunt paffen kann? Das ewige Talent Danny Brown macht sich im Rausch lieber Gedanken über die feminine Küche und passende Namen für kaukasische Gesäße (»whooty«). Schöner Film, der sich vor dem inneren Auge abspielt. (ae)

 
Illustrationen: Anna-Lina Balke